Mit Plagiatfinder in 4 Schritten zum Erfolg + Checkliste

Ein Plagiatfinder ist eine Software, die darauf spezialisiert ist, Plagiate in deiner Arbeit zu entdecken.

Der Plagiatfinder vergleicht den Text deiner Arbeit mit anderen wissenschaftlichen Texten und Internetquellen und sucht nach Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen.

Nach der Prüfung zeigt die Software an, wie viel Prozent deiner Arbeit Ähnlichkeiten mit anderen Dokumenten aufweisen.

Diese ähnlichen Textstellen werden markiert und der Plagiatfinder zeigt dir die Textausschnitte der Quellen an, die mit deiner Arbeit übereinstimmen.

Beachte
Viele Studierende nutzen Plagiatfinder vor der Abgabe ihrer Arbeit, um herauszufinden, ob sie aus Versehen plagiiert haben. Lehrende nutzen sie, um die Arbeiten ihrer Studierenden zu kontrollieren.

Schritt 1 – Quellenvergleich mit Plagiatfinder durchführen

Zunächst lädst du deine Arbeit im Plagiatfinder hoch. Anschließend vergleicht dieser dein Dokument mit der Datenbank.

Datenbanken
Je größer die Datenbank des Plagiatfinders ist, mit dem dein Dokument abgeglichen wird, umso besser sind die Ergebnisse.

In Deutschland nutzen die meisten Universitäten die Plagiatssoftware Turnitin, die auf eine riesige Datenbank zugreifen kann:

  • 70 Milliarden aktuelle und archivierte Webseiten
  • 180 Millionen wissenschaftliche Artikel
  • mehrere Millionen neue Beiträge pro Tag

Der Scribbr-Plagiatfinder nutzt die gleiche Software.

Schritt 2 – Das Ergebnis verstehen

Nachdem der Vergleich abgeschlossen ist, erhältst du das Ergebnis. Dieses besteht aus

Der Ähnlichkeitsscore

Der Ähnlichkeitsscore zeigt dir an, wie viel Prozent deiner Arbeit Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen mit anderen Dokumenten aufweisen.

bild des aehnlichkeitsscores im plagiatfinder

Er gibt nicht an, ob eine Arbeit tatsächlich Plagiat enthält und wie viel.

Bei einer markierten Stelle kann es sich auch um ein korrektes Zitat, eine korrekte Paraphrase oder eine häufig vorkommende Ausdrucksweise handeln.

Die Quellenübersicht mit Originalquellen

In der Quellenübersicht findest du die Originalquellen, mit denen der Plagiatfinder Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen identifiziert hat.

bild der quellenuebersicht im plagiatfinder

Um zur jeweiligen Originalquelle zu gelangen, klickst du auf eine markierte Textstelle im hochgeladenen Dokument. Dadurch wird dir in der Quellenübersicht der Originaltext angezeigt, mit dem deine Arbeit übereinstimmt.

Das ermöglicht dir, selbst zu beurteilen, ob es sich tatsächlich um ein Plagiat handelt.

Was ist dein Score?

Erfahre binnen 10 Minuten, ob du ungewollt ein Plagiat erzeugt hast.

  • 70+ Milliarden Internetquellen
  • 69+ Millionen Publikationen
  • Gesicherter Datenschutz

Zur Plagiatsprüfung

Schritt 3 – Das Ergebnis beurteilen

Im nächsten Schritt beurteilst du, ob es sich bei den gefundenen Ähnlichkeiten um Plagiate handelt oder nicht.

Beachte
Ein Plagiatfinder markiert Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen und unterscheidet nicht, ob

  • Textpassagen allgemeine Ausdrucksweisen sind,
  • Paraphrasen korrekt in eigenen Worten wiedergegeben und mit einer Quellenangabe belegt wurden oder
  • direkte Zitate korrekt zitiert wurden.

Ähnlichkeiten, die manchmal ein Plagiat sind

Paraphrasen und direkte Zitate werden oft markiert und sind manchmal ein Plagiat.

Paraphrasen als Plagiat
Markierte Übereinstimmung in einer Beispielarbeit:

paraphrase mit plagiat

Der Plagiatfinder hat hier einen Textauszug orange markiert. Ein Vergleich mit der Originalquelle in der Quellenübersicht rechts zeigt, dass der gesamte Satz größtenteils wortwörtlich mit der Originalquelle übereinstimmt.

Zwar macht die verfassende Person am Ende des Satzes eine Quellenangabe, setzt den Text aber nicht in Anführungszeichen. Dadurch wird er als Paraphrase präsentiert. Für eine Paraphrase wurde der Inhalt allerdings nicht ausreichend in eigenen Worten formuliert.

Somit liegt hier ein Plagiat vor.

Tipp
  • Entweder: Formuliere fremde Textauszüge in eigenen Worten, damit du korrekt paraphrasierst.
  • Oder: Setze fremde Textauszüge in Anführungszeichen und zitiere sie so direkt.

Direkte Zitate als Plagiat
Markierte Übereinstimmung in einer Beispielarbeit:

direktes Zitat mit plagiat

Der Plagiatfinder hat hier einen Textauszug grün markiert.

Ein Vergleich des markierten Textauszugs mit der angezeigten Originalquelle in der Quellenübersicht rechts zeigt, dass der Text ohne Quellenangabe wortwörtlich von Wikipedia übernommen wurde.

Somit liegt hier ein Plagiat vor.

Ähnlichkeiten, die normalerweise kein Plagiat sind

Wenn du eine Abschlussarbeit mit einem Plagiatfinder prüfst, wird dieser auch Stellen markieren, die kein Plagiat sind.

Allgemeine Ausdrucksweisen sind kein Plagiat
Markierte Übereinstimmung in einer Beispielarbeit:

allgemeine Ausdrucksweisen im plagiatfinder

Der Plagiatfinder hat hier einen Textauszug markiert, der allgemeine, häufig vorkommende Ausdrucksweisen enthält.

Ein Vergleich mit der vom Plagiatfinder gefundenen Übereinstimmung zeigt, dass beide Texte völlig unterschiedliche Inhalte haben.

Somit liegt hier kein Plagiat vor.

Stellen in einer wissenschaftlichen Arbeit, die normalerweise keine Plagiate enthalten
Zudem markiert ein Plagiatfinder häufig an bestimmten Stellen einer wissenschaftlichen Arbeit Textauszüge, die kein Plagiat darstellen.

Stellen in einer wissenschaftlichen Arbeit, die normalerweise keine Plagiate enthalten
Stelle in der Arbeit Erklärung
Deckblatt Angezeigte Markierungen auf dem Deckblatt sind in der Regel kein Plagiat.

Natürlich sollte nicht der Titel als Übereinstimmung markiert sein, denn das wäre wiederum ein Plagiat.

Inhaltsverzeichnis Kapitelüberschriften wie ‚Methodik‘ oder ‚Fazit‘ können oft nicht anders formuliert werden. Hier markierte Ähnlichkeiten stellen daher in der Regel kein Plagiat dar.

Sollten allerdings große Teile des Inhaltsverzeichnisses markiert sein, besteht die Gefahr, dass ein Strukturplagiat vorliegt.

Datenanalyse Häufig benutzte Begriffe der statistischen Auswertung, z. B. die Erklärung von p-Werten und Signifikanzniveaus, werden meistens markiert.

Das liegt auch daran, dass gängige Statistikprogramme wie Stata und SPSS ihre Ergebnisse immer gleich darstellen.

Eine selbst durchgeführte quantitative Untersuchung in einem gängigen Format ist kein Plagiat.

Abkürzungsverzeichnis Gängige Abkürzungen wie ‚BRD‘ oder ‚BGB‘ werden markiert, weil sie in vielen anderen Texten auch verwendet werden.
Tabellenverzeichnis Tabellennamen ähneln sich oft, denn viele Tabellen enthalten Wörter wie ‚Aufbau‘, ‚Zeitplan‘ und ‚Übersicht‘.

Sollte sich allerdings herausstellen, dass eine ganze Tabelle kopiert wurde, liegt ein Plagiat vor.

Quellenangaben im Literaturverzeichnis Dass Quellenangaben markiert werden, ist normal, denn viele deiner Quellenangaben tauchen auch in vielen anderen wissenschaftlichen Publikationen auf.

Das Literaturverzeichnis kann in den Einstellungen von der Plagiatsprüfung ausgeschlossen werden.

Eidesstattliche Erklärung Das Kopieren der eidesstattlichen Erklärung wird oft vorgeschrieben. Es ist daher kein Plagiat, wenn diese markiert wird.

Schritt 4 – Identifizierte Plagiate beheben

Plagiate, die du aus Versehen begangen hast und mit einem Plagiatfinder in deiner Arbeit entdeckst, kannst du ohne großen Aufwand beheben.

Direkte Zitate als Plagiat beheben
Berücksichtige die folgenden Hinweise, um ein fehlerfreies direktes Zitat zu erstellen:

  • Kürzere Zitate werden in Anführungszeichen gesetzt.
  • Längere Zitate werden als Blockzitat ohne Anführungszeichen in kleinerer Schrift dargestellt und eingerückt.
  • Alle direkten Zitate werden mit einer Quellenangabe versehen.

Indirekte Zitate als Plagiat beheben
Beachte diese Tipps zum richtigen Paraphrasieren, um ein indirektes Zitat angemessen in eigenen Worten wiederzugeben:

  • Beginne dein indirektes Zitat von einem anderen Startpunkt als die Originalquelle und ändere die Reihenfolge, in der du die Informationen angibst.
  • Suche nach Synonymen, die den Sinn des Textes nicht verändern.
  • Verändere die grammatikalische Struktur z. B. von Aktiv zu Passiv oder durch Nominalisierungen von Verben und Adjektiven.
  • Formuliere Inhalte um und teile die Informationen auf mehrere Sätze auf oder fasse sie in weniger Sätzen zusammen.
  • Füge eine Quellenangabe hinzu, damit deutlich wird, woher du die Informationen entnommen hast.

Wenn du diese Hinweise beachtest wird deutlich, dass du einen fremden Text in deiner Arbeit verwendest und wo er gefunden werden kann. Dadurch behebst du Plagiate.

Sichere vs. unsichere Plagiatfinder

Es gibt im Internet viele unseriöse Plagiatfinder. Um die Spreu vom Weizen zu trennen und einen sicheren Plagiatfinder zu finden, empfehlen wir dir, diese Kriterien zu beachten.

Unsichere Plagiatfinder

  • Plagiatfinder, die nur auf kleine Datenbanken zugreifen können, übersehen viele Plagiate. Deshalb raten wir von kostenlosen Plagiatfindern ab.
  • Achte darauf, ob die Webseite des Plagiatfinders viel Werbung anzeigt. Unsichere Plagiatfinder verdienen ihr Geld mit externer Werbung statt gutem Service.
  • Suche nach Kontaktdaten auf der Webseite. Bei unsicheren Plagiatfindern wird verschleiert, wer hinter dem Service steht.
  • Suche nach Informationen zum Datenschutz. Unsichere Plagiatfinder speichern deine Arbeit möglicherweise oder geben sie weiter. Im ungünstigsten Fall findet deine betreuende Person mit einem Plagiatfinder dann eine komplette Übereinstimmung mit deiner Arbeit.

Sichere Plagiatfinder

  • Suche nach Informationen zur Größe der Datenbank. Sichere Plagiatfinder haben Zugriff auf wissenschaftliche Datenbanken und vergleichen dein Dokument mit den relevanten Publikationen. Dadurch liefern sie zuverlässige Ergebnisse.
  • Achte darauf, ob die Webseite des Plagiatfinders werbefrei ist. Sichere Plagiatfinder schalten keine oder zumindest wenig externe Werbung.
  • Prüfe, ob es die Möglichkeit gibt, bei Rückfragen persönliche Hilfe zu erhalten. Anbietende sicherer Plagiatfinder geben dir Auskunft darüber, wer hinter dem Service steht.
  • Stelle sicher, dass dir garantiert wird, dass deine Arbeit automatisch gelöscht wird. Sichere Plagiatfinder gewährleisten Datenschutz.

Der Scribbr-Plagiatfinder bietet dir einen sicheren Service.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Plagiatfinder?

Ein Plagiatfinder ist eine Software, die darauf spezialisiert ist, Plagiate in deiner wissenschaftlichen Arbeit zu entdecken.

Viele Studierende nutzen Plagiatfinder vor der Abgabe ihrer Arbeit, um herauszufinden, ob sie aus Versehen plagiiert haben. Dadurch können Plagiate rechtzeitig behoben werden.

Wie funktioniert ein Plagiatfinder?

Ein Plagiatfinder vergleicht deinen eingereichten Text mit verschiedenen Quellen, um ein Plagiat auszuschließen.

Der Plagiatfinder von Scribbr hat Zugriff auf folgende Quellen:

  • mehr als 70 Milliarden Internetseiten
  • mehr als 69 Millionen wissenschaftliche Publikationen

Kostenlose Plagiatfinder können deinen Text lediglich mit Internetquellen vergleichen. Wissenschaftliche Datenbanken stehen ihnen nicht zur Verfügung.

Wie findet ein Plagiatfinder Plagiate?

Ein Plagiatfinder vergleicht deine Arbeit mit anderen Quellen in Datenbanken und im Internet auf Ähnlichkeiten und Übereinstimmungen.

Nach der Prüfung wird dir angezeigt, wie viel Prozent deiner Arbeit Ähnlichkeiten zu anderen Arbeiten aufweisen.

Die Ähnlichkeiten werden im Text markiert und du kannst dir den Textausschnitt der anderen Quelle anschauen, der mit deiner Arbeit übereinstimmt.

Ist ein Plagiatfinder sicher?

Wissenschaftliche Arbeiten, die mit dem Plagiatfinder von Scribbr geprüft werden, werden 100 % vertraulich behandelt. Sie werden in keiner öffentlichen Datenbank gespeichert und du kannst deine Arbeit direkt nach der Überprüfung auf Plagiat löschen.

Kostenlose Plagiatfinder geben nicht immer einen Hinweis zum Datenschutz. Daher ist bei diesen Vorsicht geboten.

Wann sollte ich einen Plagiatfinder verwenden?

Du solltest deine wissenschaftliche Arbeit mit einem Plagiatfinder überprüfen, wenn

  • du sichergehen möchtest, dass du nicht aus Versehen ein Plagiat erzeugt hast, und
  • deine Hochschule oder Universität ebenfalls eine Plagiatsprüfung vornimmt.

Mit dem Plagiatfinder von Scribbr erhältst du innerhalb von 10 Minuten deinen Plagiatsscore in Prozent. So kannst du vor der Abgabe deiner Arbeit beruhigt sein, kein versehentliches Plagiat erzeugt zu haben.

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Tobias Solis

Hi, ich bin Tobias und ich habe Musik, Geschichte und European Studies in Berlin, Regensburg und Madrid studiert. Nachdem ich bereits als Lehrer Wissen vermittelt habe, bereitet es mir nun beim Schreiben viel Freude, komplexe Themen aufs Wesentliche herunterzubrechen.