Auf Dativ oder Akkusativ: einfach erklärt

Nach der Präposition ‚auf‘ steht entweder der Dativ oder der Akkusativ.

Welchen Fall du verwenden musst, hängt von der Bedeutung ab:

  • Dativ: Position (wo?)
  • Akkusativ: Richtung (wohin?)
Fall nach ‚auf‘
auf (Position) + Dativ auf (Richtung) + Akkusativ
Die Fernbedienung liegt auf dem Tisch. Ich lege die Fernbedienung auf den Tisch

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‚Auf‘ mit Dativ oder Akkusativ bei Position oder Richtung

Die Präposition ‚auf‘ gehört zu den sogenannten Wechselpräpositionen. Das bedeutet, dass sie nicht nur mit einem Fall genutzt wird.

Stattdessen steht nach ‚auf‘ mal der Dativ und mal der Akkusativ

Du kannst allerdings nicht frei wählen, welchen Fall du benutzt. 

Die Präposition ‚auf‘ wird 

  • mit dem Dativ verwendet, wenn eine Position beschrieben wird, und
  • mit dem Akkusativ, wenn eine Richtung beschrieben wird. 
Beispiel: ‚auf‘ mit Dativ und Akkusativ
Dativ (wo?) Akkusativ (wohin?)
Sie sitzt auf dem Sofa. Sie setzt sich auf das Sofa
Er ist gerade auf der Insel. Er fliegt auf die Insel
Die Ware liegt auf dem Kassenband. Sie legt die Ware auf das Kassenband.
Er steht auf der Liste. Er wird auf die Liste gesetzt

Neben ‚auf‘ gibt es noch weitere Wechselpräpositionen. Du findest sie mit Beispielen im Artikel ‚Dativ und Akkusativ‘.

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Wann der Fall nach ‚auf‘ nicht von der Bedeutung abhängt

Einige Verben erfordern eine Ergänzung mit ‚auf‘. Dabei hat das Wort nicht die Bedeutung ‚auf der Oberfläche von etwas sein‘ bzw. ‚auf die Oberfläche von etwas positioniert werden‘.

Stattdessen hat ‚auf‘ hier eher eine grammatikalische Funktion.

Beispiele für solche Verben sind:

  • auf jemanden/etwas warten 
  • auf etwas bestehen
  • auf jemanden/etwas achten
  • sich auf jemanden/etwas einlassen
  • auf etwas basieren

Bei diesen Verben musst du leider lernen, welcher Fall nach ‚auf‘ steht, da es dafür keine Regeln gibt.  

Allerdings kannst du dir merken, dass bei den meisten Verben nach ‚auf‘ der Akkusativ steht. 

Beispiel: ‚auf‘ mit Akkusativ
Alle Kinder konzentrieren sich auf ihre Aufgabe

Ich warte vor dem Eingang auf dich.

In der Fastenzeit verzichtet er auf alkoholische Getränke.

Silvester fällt dieses Jahr auf einen Sonntag

Die Mitarbeiterin weist ihren Chef auf das Problem hin.

Bei einigen wenigen Verben steht nach ‚auf‘ der Dativ

Beispiel: ‚auf‘ mit Dativ
Diese Ansicht beruht auf einem Missverständnis

Sie besteht auf ihrem Recht

Dieser Artikel basiert auf einer umfangreichen Recherche.

Falls du überprüfen willst, ob du nach ‚auf‘ den richtigen Fall verwendet hast, kannst du unsere kostenlose Rechtschreibprüfung nutzen.

Zudem überprüfen Sprachexperten und -expertinnen beim Lektorat & Korrekturlesen die Grammatik in deinem Text.  

Häufig gestellte Fragen

Welcher Fall steht nach ‚auf‘?

Nach der Präposition ‚auf‘ steht entweder der Dativ oder der Akkusativ.

Wann wird ‚auf‘ mit dem Dativ verwendet?

Die Präposition ‚auf‘ wird mit dem Dativ verwendet, wenn eine feste Position beschrieben wird.

Beispiel: Der Schlüssel liegt auf der Kommode.

Wann wird ‚auf‘ mit dem Akkusativ verwendet?

Die Präposition ‚auf‘ wird mit dem Akkusativ verwendet, wenn eine Richtung beschrieben wird.

Beispiel: Ich lege den Schlüssel auf die Kommode.

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Schrader, T. (2023, 23. November). Auf Dativ oder Akkusativ: einfach erklärt. Scribbr. Abgerufen am 18. Juni 2024, von https://www.scribbr.de/fall-nach-praepositionen/auf-dativ-oder-akkusativ/

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Tanja Schrader

Tanja hat einen Masterabschluss in der Germanistik und daher viel Erfahrung im Anfertigen von wissenschaftlichen Arbeiten. Seit 2017 hilft sie als Korrektorin Studierenden dabei, ihre Haus- und Abschlussarbeiten erfolgreich zu bestehen. Aufgrund ihrer Leidenschaft für die Sozialwissenschaften studiert sie aktuell nebenberuflich noch Politik und Soziologie.