Bachelorarbeit im Unternehmen als Türöffner für die Karriere

Mit der Abschlussarbeit kommen viele unterschiedliche Entscheidungsfragen auf dich zu. Ebenso wichtig wie die Themenfindung ist hierbei auch die Wahl deines Umfelds.

An vielen deutschen Universitäten und Hochschulen gibt es nämlich die Möglichkeit, die Abschlussarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen aus der freien Wirtschaft anzufertigen.

Dabei erarbeitest du, häufig in ein Praktikum eingebunden, eine firmenrelevante und praxisorientierte Themenstellung.

Erfolgreich abgeschlossen kann diese Erfahrung dein Schlüssel zum erfolgreichen Karriereeinstieg sein.

Abschlussarbeit im Unternehmen oder an der Hochschule?

Bei deiner Bachelorarbeit hast du die Qual der Wahl: Ob an der Uni oder extern in einem Unternehmen, an den meisten Hochschulen stehen dir die Möglichkeiten offen.

Beide Varianten haben Vorteile und Besonderheiten, die dir einen Eindruck darüber vermitteln können, was am besten zu dir passt.

Spagat zwischen Uni und Firma

Der wohl vorrangige Beliebtheitsgrund der rein akademischen Abschlussarbeit ist die relative Freiheit, die sie mit sich bringt.

Bei der Zeitplanung deiner Bachelorarbeit hast du freie Hand – du kannst eigenständig ein Thema aussuchen, dir deine Zeit selbst einteilen und die generelle Kommunikation gestaltet sich auch einfacher, da du nicht zwischen Firma und Uni hin- und her fragen musst.

Eine extern verfasste Bachelorarbeit hingegen erfordert zusätzliche Planung und Zeitmanagement. Da du nun Ansprechpartner in beiden Organisationen hast, bekommst du auch von beiden Seiten Richtlinien auferlegt.

Bevor du mit deiner Abschlussarbeit im Unternehmen beginnst, solltest du also sicherstellen, dass sich alle Beteiligten über die Rahmenbedingungen der Arbeit einig sind. Das ist wichtig, denn so können Interessenskonflikte im Voraus vermieden werden. 

Doch diese Besonderheit hat nicht nur negative Seiten, schließlich hast du somit auch zwei erfahrene Mentoren, die dir zum erfolgreichen Abschluss helfen möchten.

Zusätzlich zum akademischen Aspekt bekommst du so einen wertvollen praktischen Mehrwert.

Theorie und Praxis verknüpfen

Ein dicker Pluspunkt der externen Abschlussarbeit ist ihr starker Praxisbezug: Anhand echter Unternehmensdaten erarbeitest du ein spannendes und firmenrelevantes Thema.

Vielleicht entwickelst du sogar Strategien, die später tatsächlich im Unternehmen umgesetzt werden. Diese reale Ebene kann überaus motivierend sein, denn sie verdeutlicht, wie wertvoll und nützlich das Endergebnis deiner harten Arbeit wirklich ist.

Deshalb sind die meisten Unternehmen auch bereit, dich auf deinem Weg finanziell und mit anderen Mitteln zu unterstützen. Durch deine tägliche Arbeit lernst du außerdem die Unternehmensstruktur der Firma kennen, sammelst berufliche Erfahrung und verbesserst deine professionellen Kompetenzen.

Schlüssel zum erfolgreichen Berufseinstieg

Beim Einstieg ins Berufsleben bist du deinen Kommilitonen einen ganzen Schritt voraus: Du hast mehr Erfahrung und dich bereits tiefgehend mit einem praktischen Thema befasst. Somit stichst du im Meer der Bewerber heraus und kannst Arbeitgeber beeindrucken.

Unentbehrlich sind in der Arbeitswelt natürlich auch gute Beziehungen. Während deiner Zeit im Unternehmen kannst du bereits viele wertvolle Kontakte in der Branche knüpfen und so ein weit gefächertes Netzwerk aufbauen.

Das erhöht deine Chancen auf eine anschließende Festanstellung in deinem Unternehmen, sowie in anderen Firmen desselben Tätigkeitsfeldes. Damit kann die Abschlussarbeit im Unternehmen auch als Türöffner für den Berufseinstieg dienen.

Das passende Unternehmen finden

Praxiserfahrung, spannende Arbeit und Boost für die Karriere – das klingt vielversprechend. Doch bevor es losgehen kann, musst du natürlich erstmal ein Unternehmen finden, in dem alle Rahmenbedingungen stimmen.

Frühzeitig mit deiner Suche anzufangen ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Berücksichtigt man die Zeit fürs Bewerbung schreiben, für Vorstellungsgespräche und Vertragsklauseln, wird deutlich, dass der Prozess seine Zeit braucht. Deshalb solltest du ungefähr 5 Monate vorher mit der Stellensuche beginnen.

Hast du dein Wunschunternehmen bereits im Auge, so ist es sinnvoll, direkt auf der Firmenhomepage nach Stellenausschreibungen zu schauen oder dich ggfs. auch initiativ mit eigenen Ideen zu bewerben.

Bei einer weniger fokussierten Recherche gibt es eine große Auswahl an Portalen, auf denen du fündig werden, oder dich zumindest inspirieren lassen kannst.

Viele Jobsuchmaschinen haben spezifische Stellenanzeigen für Praktikanten und Thesis-Schreiber. Dort erfährst du dann auch schon mehr über Dauer, Anforderungen und Thema – manchmal gibt es sogar schon einen fertig ausgearbeiteten Titelvorschlag.

Generell sollte dich die Firma natürlich interessieren und du solltest dir eine berufliche Zukunft im ausgeschriebenen Bereich vorstellen können.

Ein Bonuspunkt ist es außerdem, wenn das vom Unternehmen vorgegebene Thema der Bachelorarbeit nicht zu spezifisch ist, sondern firmenübergreifende Relevanz hat. Dann kannst du später nämlich auch bei anderen Firmen in der Branche mit deinem Wissen punkten.

Du hast die perfekte Stelle für deine Bachelorarbeit gefunden? Super, dann geht es jetzt ans Bewerben.

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Luca Corrieri

Luca ist der “Daten-Junkie” von Scribbr. Luca vereinfacht dir die Suche nach Informationen, indem er Artikel zur Beantwortung deiner Fragen verfasst. Er selbst ist auch Student und macht gerade seinen Master in Business Administration.

1 Kommentar

Luca Corrieri
Luca Corrieri (Scribbr-Team)
20. Februar 2018 um 14:10

Danke fürs Lesen! Ich hoffe dieser Artikel hat dir weitergeholfen. Hast du noch eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und ich werde mich so schnell wie möglich bei dir zurückmelden.

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