Nominativ: der Wer-Fall

Der Nominativ ist der 1. Fall (= Kasus) im Deutschen. Die wichtigste Funktion des Nominativs ist die Markierung des Subjekts in einem Satz. 

Das Subjekt ist der oder die Handelnde. Der Nominativ zeigt daher an, wer etwas tut. 

Beispiel: der Nominativ in Sätzen
Der Lehrer erklärt die Aufgabe.

Die Kinder gehen zur Schule. 

Sie trägt Zeitungen aus. 

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Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ: die 4 Fälle

Im Deutschen gibt es 4 Fälle: den Nominativ, den Genitiv, den Dativ und den Akkusativ.

Mit den Fällen werden die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Satzteilen im Satz deutlich gemacht.

Im Nominativ steht das Subjekt. Das Subjekt ist der oder die Handelnde im Satz. 

Die Objekte eines Satzes stehen hingegen nicht im Nominativ, sondern in den anderen 3 Fällen. 

Beispiel: die 4 Fälle in Sätzen
Satz mit Subjekt im Nominativ (wer?), Dativobjekt (wem?) und Akkusativobjekt (wen oder was?):
Die Nachbarin leiht mir ein Buch

Satz mit Subjekt im Nominativ (wer?) und Genitivobjekt (wessen?):
Der Mann wurde des Betrugs beschuldigt.

Du kannst dir also merken, dass der Nominativ für das Subjekt des Satzes bestimmt ist und der Genitiv, der Dativ und der Akkusativ für die Objekte. 

Neben der Markierung des Subjekts erfüllt der Nominativ allerdings noch weitere Funktionen, die wir dir weiter unten erklären.

Tipp
Informationen zur Funktion aller Fälle findest du im Artikel über die 4 Fälle.

Informationen dazu, wie sich die verschiedenen Wortarten in Abhängigkeit vom Fall verändern, findest du im Artikel über den Kasus

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Wie du nach dem Nominativ fragst

Der Nominativ markiert das Subjekt im Satz. Um das Subjekt im Nominativ zu finden, verwendest du die Frage ‚wer oder was?‘.

Beispiel: nach dem Nominativ fragen
Satz: Der Schüler geht nach Hause. 
Frage: Wer oder was geht nach Hause? 
Antwort: der Schüler
Ergebnis: ‚der Schüler‘ steht im Nominativ

Satz: Auf dem Tisch liegt eine Zeitschrift.
Frage: Wer oder was liegt auf dem Tisch?
Antwort: eine Zeitschrift
Ergebnis: ‚eine Zeitschrift‘ steht im Nominativ

Die Position des Nominativs im Satz

Im Deutschen gibt es verschiedene Satzarten. Das Subjekt im Nominativ hat bei jeder Satzart eine typische Position.

Die am häufigsten verwendeten Satzarten sind

  • der Aussagesatz und
  • der Fragesatz.

Der Nominativ im Aussagesatz

Die meisten Sätze sind Aussagesätze. Ein Aussagesatz ist ein Satz, in dem ein Inhalt vermittelt wird, ohne dass eine Frage gestellt, ein Befehl ausgesprochen oder ein Wunsch geäußert wird. 

Das Subjekt im Nominativ steht in Aussagesätzen im Normalfall am Beginn des Satzes. 

Beispiel: Position des Nominativs in Aussagesätzen
Der Junge macht seine Hausaufgaben.

Ich gehe ins Kino

Das grüne Kleid ist in der Wäsche.

Von dieser Regel gibt es allerdings zahlreiche Ausnahmen. 

Der Nominativ im Fragesatz

Ein Fragesatz ist ein Satz, in dem eine direkte Frage gestellt wird.

In geschlossenen Fragen, auf die du nur mit ‚ja‘ oder ‚nein‘ antworten kannst, steht das Subjekt im Nominativ an zweiter Stelle hinter dem Verb.

In offenen Fragen steht das Subjekt im Nominativ an dritter Stelle hinter dem Fragewort und dem Verb. 

Beispiel: Position des Nominativs in Fragesätzen
Geschlossene Frage:
Hast du die Schokolade aufgegessen?

Offene Frage:
Wo ist das Ladegerät?

Eine Besonderheit stellen Fragen mit dem Interrogativpronomen ‚wer‘ dar. Dieses Pronomen übernimmt die Funktion des Subjekts im Satz, sodass das Subjekt in Wer-Fragesätzen meist an erster Stelle steht.

Beispiel: Position des Nominativs in Fragesätzen mit ‚wer‘
Wer hat vorhin angerufen?

Die 6 Funktionen des Nominativs 

Der Nominativ hat insgesamt 6 Funktionen:

  1. Normalkasus
  2. Subjekt
  3. Gleichsetzungsnominativ
  4. Apposition
  5. Absoluter Nominativ
  6. Anrede

1. Normalkasus

Der Nominativ ist der Normalkasus (= Normalfall). Das bedeutet, dass er die Grundform eines Wortes ist, von dem sich die anderen Fälle abgrenzen, beispielsweise durch das Anhängen von Buchstaben.

Beispiel: Anhängen von Buchstaben an die Grundform
Grundform des Wortes im Nominativ: der Bär

In den anderen Fällen werden an die Grundform des Wortes die Buchstaben ‚-en‘ gehängt:

Genitiv: des Bären

Dativ: dem Bären

Akkusativ: den Bären

Der Nominativ wird daher auch immer angegeben, wenn es um ein Wort geht, zum Beispiel in Wörterbüchern.

2. Subjekt

Die bekannteste Funktion des Nominativs ist die Markierung des Subjekts. Da jeder Satz ein Subjekt enthält, tritt der Nominativ auch am häufigsten bei Subjekten auf.

Das Subjekt im Nominativ steht meist am Satzanfang, allerdings ist das nicht immer der Fall. Wenn ein anderer Satzteil betont werden soll, steht dieser am Beginn des Satzes.

Um das Subjekt zu erkennen, fragst du mit ‚wer oder was?‘ danach.

Beispiel: das Subjekt im Nominativ an verschiedenen Positionen im Satz
Die Verkäuferin gab dem Kunden die Rechnung.

Die Rechnung gab die Verkäuferin dem Kunden.

3. Gleichsetzungsnominativ

Neben dem Subjekt können auch weitere Satzteile im Nominativ stehen. Das ist der Fall, wenn beschrieben wird, wie jemand oder etwas ist. Dieser Nominativ wird ‚Gleichsetzungsnominativ‘ oder auch ‚prädikativer Nominativ‘ genannt.

Der Gleichsetzungsnominativ tritt nur mit bestimmten Verben auf. Besonders häufig sind dabei folgende:

  • sein 
  • werden
  • bleiben
Beispiel: Gleichsetzungsnominativ
Er ist ein guter Fußballer.

Das Feuerwerk wird das Highlight.

Pizza bleibt mein Lieblingsgericht.

Bei manchen Verben wird der Gleichsetzungsnominativ mit ‚als‘ angeschlossen. Beispiele dafür sind:

  • gelten als
  • sich entpuppen als
  • sich erweisen als
Beispiel: Gleichsetzungsnominativ, der mit ‚als‘ angeschlossen wird
Sie gilt als bedeutende Künstlerin.

Das Projekt entpuppte sich als großer Erfolg.

Paul erwies sich als guter Freund

4. Apposition

Eine Apposition ist ein Zusatz, der einen anderen Satzteil näher bestimmt. Die Apposition steht dabei immer im gleichen Fall wie der Satzteil, auf den sie Bezug nimmt.

Wenn also das Subjekt eines Satzes, das immer im Nominativ steht, näher bestimmt wird, steht auch die Apposition im Nominativ. 

Beispiel: Sätze mit einer Apposition im Nominativ
Mein Freund, ein talentierter Musiker, hat heute Abend einen Auftritt. 

Die Stadt, eine pulsierende Metropole, bietet zahlreiche Kulturveranstaltungen.

Der Professor, ein Experte auf seinem Gebiet, hielt einen spannenden Vortrag.

Der Kunde, ein mittelalter Mann mit langem Bart, wollte eine Jacke umtauschen.

Die letzten beiden Beispiele zeigen, dass nicht die gesamte Apposition, die ein Subjekt näher bestimmt, im Nominativ stehen muss. Die Präpositionalgruppen ‚auf seinem Gebiet‘ und ‚mit langem Bart‘ stehen im Dativ, da die Präpositionen ‚auf‘ und ‚mit‘ den Dativ erfordern. 

5. Absoluter Nominativ

Der absolute Nominativ ist eine Form eines unvollständigen Satzes (= Ellipse). 

Es handelt sich dabei um einen Zusatz, der im Nominativ steht und durch Gedankenstriche oder Kommata vom restlichen Satz abgegrenzt wird. 

Im Gegensatz zur Apposition geht es hier nicht um die nähere Beschreibung des Substantivs. Vielmehr bezieht sich der absolute Nominativ auf den gesamten restlichen Satz.

Beispiel: absoluter Nominativ
Er hatte sich – ein folgenreicher Entschluss – um eine Stelle im Ausland beworben.

Zu Weihnachten kam das erste Mal seit 10 Jahren die ganze Familie zusammen, eine große Freude.

6. Anrede

Auch die direkte Anrede von Personen kann im Nominativ stehen. Dies wird ‚Anredenominativ‘ genannt.

Beispiel: der Nominativ in der Anrede 
Herzlich willkommen zum Tag der offenen Tür, meine sehr verehrten Damen und Herren.

Liebe Kundinnen und Kunden, wir möchten Ihnen unseren neuen Service vorstellen: …

Dir, mein lieber Freund, wünsche ich nur das Beste.

An den Beispielen siehst du, dass der Anredenominativ an verschiedenen Stellen im Satz vorkommen kann. 

Die Beispiele zeigen außerdem, dass der Nominativ in der Anrede verwendet wird, auch wenn an anderer Stelle im Satz in einem anderen Fall auf die gleichen Personen verwiesen wird:

  • ‚liebe Kundinnen und Kunden‘ = Nominativ 
  • ‚Ihnen‘: Dativ
  • ‚dir‘ = Dativ 
  • ‚mein lieber Freund‘ = Nominativ

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Substantive im Nominativ

Substantive werden nach dem Fall verändert. Die Nominativform ist die Grundform des Substantivs.

Substantive haben sowohl für den Singular als auch für den Plural eine Nominativform.

Beispiel: Substantive im Nominativ
Singular Plural
Baum Bäume
Note Noten
Haus Häuser
Dialog Dialoge
Studie Studien
Interview Interviews

Artikel im Nominativ

Auch Artikel (= der, die etc.), die meist als Begleiter vor einem Substantiv stehen, werden nach dem Fall angepasst.

In der folgenden Tabelle siehst du die bestimmten Artikel im Nominativ.

Tabelle: bestimmte Artikel im Nominativ
Maskulinum Femininum Neutrum
Singular der die das
Plural die

Der folgenden Tabelle kannst du die unbestimmten Artikel im Nominativ entnehmen. 

Im Deutschen gibt es keine unbestimmten Artikel im Plural. Stattdessen wird an dieser Stelle ein Nullartikel verwendet.

Tabelle: unbestimmte Artikel im Nominativ
Maskulinum Femininum Neutrum
Singular ein eine ein
Plural

Adjektive im Nominativ

Auch Adjektive (= gut, schlecht etc.) werden an den Fall angepasst. Dabei wird zwischen einer starken und einer schwachen Deklination unterschieden.

Stark werden Adjektive dekliniert, wenn vor dem Adjektiv kein Begleiter (Artikel oder Pronomen) steht.

Tabelle: stark deklinierte Adjektive im Nominativ
Maskulinum Femininum  Neutrum
Singular guter (Dialog) gute (Note) gutes (Interview)
Plural gute (Dialoge/Noten/Interviews)

Schwach werden Adjektive dekliniert, wenn vor dem Adjektiv ein Artikel oder Pronomen steht.

Tabelle: schwach deklinierte Adjektive im Nominativ
Maskulinum Femininum  Neutrum
Singular der gute (Dialog) die gute (Note) das gute (Interview)
Plural die guten (Dialoge/Noten/Interviews)

Pronomen im Nominativ

Die meisten Pronomen kommen auch im Nominativ vor:

  • Personalpronomen
  • Possessivpronomen
  • Demonstrativpronomen
  • Relativpronomen
  • Interrogativpronomen
  • Indefinitpronomen

Nur die Reflexivpronomen werden nie im Nominativ verwendet.

Personal- und Possessivpronomen im Nominativ

Bei den Personalpronomen und Possessivpronomen wird zwischen Singular und Plural sowie zwischen jeweils 3 Personen unterschieden.

Die Formen im Nominativ kannst du der folgenden Tabelle entnehmen.

Tabelle: Personalpronomen und Possessivpronomen im Nominativ
Singular Personalpronomen Possessivpronomen
1. Person ich mein / meine
2. Person du dein / deine 
3. Person er / sie / es  sein / seine / ihr / ihre
Plural
1. Person wir unser / unsere
2. Person ihr euer / eure
3. Person sie ihr / ihre

Demonstrativ-, Relativ- und Interrogativpronomen im Nominativ

Bei den Demonstrativpronomen, Relativpronomen und Interrogativpronomen wird ebenfalls zwischen Singular und Plural unterschieden. Zudem gibt es für die verschiedenen grammatischen Geschlechter (= Genus) verschiedene Formen. 

Im Gegensatz zu den Personal- und Possessivpronomen gibt es allerdings nur Formen für die 3. Person. 

Demonstrativpronomen weisen auf etwas hin. Es gibt im Deutschen verschiedene Demonstrativpronomen. Ihre Nominativformen siehst du in der folgenden Tabelle. 

Tabelle: Demonstrativpronomen im Nominativ
Maskulinum Femininum  Neutrum
3. Person Singular der / dieser / jener

derjenige / derselbe

die / diese / jene 

diejenige / dieselbe

das / dieses / jenes

dasjenige / dasselbe

3. Person Plural die / diese / jene

diejenigen / dieselben

Relativpronomen leiten Nebensätze ein, mit denen ein zuvor genanntes Substantiv näher beschrieben wird. 

Die Relativpronomen im Nominativ sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. 

Tabelle: Relativpronomen im Nominativ
Maskulinum Femininum  Neutrum
3. Person Singular der die das
3. Person Plural die
Beachte
Neben diesen Relativpronomen gibt es auch noch die Relativpronomen welcher, welche, welches. Sie gelten in den meisten Situationen aber als veraltet. 

Mit Interrogativpronomen leitest du Fragesätze sowie Nebensätze mit indirekten Fragen ein.

Tabelle: das Interrogativpronomen ‚welcher‘ im Nominativ
Maskulinum Femininum  Neutrum
3. Person Singular welcher welche welches
3. Person Plural welche

Neben ‚welcher‘ gibt es auch noch die Interrogativpronomen ‚wer‘ und ‚was‘, mit denen du nach Personen und Sachen fragen kannst. Sie haben allerdings nur eine Form und werden somit nicht an Genus und Numerus angepasst. 

Indefinitpronomen im Nominativ

Im Deutschen gibt es zahlreiche Indefinitpronomen. Im Hinblick auf die Deklination gibt es große Unterschiede. Daher können keine allgemeingültigen Regeln angegeben werden.

Manche Indefinitpronomen werden gar nicht dekliniert, beispielsweise ‚etwas‘ und ‚man‘.

Einige Indefinitpronomen gibt es nur im Singular, beispielsweise ‚jeder‘ und ‚jemand‘.

Diese beiden Pronomen unterscheiden sich aber auch noch einmal darin, dass bei ‚jeder‘ nach dem grammatischen Geschlecht unterschieden wird und bei ‚jemand‘ nicht.

Tabelle: Indefinitpronomen ‚jeder‘ im Nominativ
Maskulinum Femininum Neutrum
Singular jeder jede jedes
Plural

Manche Indefinitpronomen gibt es nur im Plural, beispielsweise ‚beide‘ und ‚einige‘. Im Plural wird grundsätzlich nicht nach grammatischem Geschlecht unterschieden.

Tabelle: Indefinitpronomen ‚beide‘ im Nominativ
Maskulinum Femininum Neutrum
Singular
Plural beide beide beide

Zudem können manche Indefinitpronomen als Begleiter vor einem Substantiv oder allein stehen. Manchmal ist die Deklination in den beiden Fällen unterschiedlich.

Tabelle: Indefinitpronomen ‚keiner‘ im Nominativ
Maskulinum Femininum Neutrum
Vor einem Substantiv kein keine kein
Allein stehend keiner keine keines

Verben mit Nominativ

Welcher Fall gewählt werden muss, hängt oft vom Verb im Satz ab. 

Ein Satz besteht immer mindestens aus einem Verb und einem Subjekt. Das bedeutet, dass jedes Verb ein Substantiv oder ein Pronomen im Nominativ erfordert.

Beispiel: Verb mit Nominativ
Der Mann schreibt.

Das Buch ist spannend.

Sie gehen.

Schläfst du?

Wenn es im Satz inhaltlich niemanden gibt, der etwas tut, und auch keine Sache gibt, die irgendwie ist, dann wird das Wort ‚es‘ als Subjektiv verwendet. Dabei handelt es sich um ein Personalpronomen im Nominativ Singular. 

Beispiel: ‚es‘ als Subjekt
Es regnet.

Es brennt.

Es klopft.

Präpositionen mit Nominativ

Welcher Fall gewählt werden muss, kann nicht nur von einem Verb abhängig sein, sondern auch von einer Präposition.

Präpositionen sind Verhältniswörter. Sie setzen zwei Elemente zueinander in Bezug. 

Beispiele für Präpositionen sind: trotz, auf, für, in, von, zu, um, über, neben, bis. 

Beispiel: Präpositionen mit verschiedenen Fällen
Präposition mit Genitiv:
Trotz des schlechten Wetters hatten wir einen schönen Tag.

Präposition mit Dativ:
Das Dokument liegt auf dem Tisch.

Präposition mit Akkusativ
Er hat das Geschenk für seinen Bruder gekauft.

Der Nominativ hat hier allerdings eine Sonderrolle. Während es Präpositionen gibt, die den Genitiv, Dativ oder Akkusativ erfordern, gibt es keine Präpositionen, die den Nominativ verlangen. Es gibt also keine Präpositionalgruppen im Nominativ. 

Tipp
Wenn du dir unsicher bist, ob du den richtigen Fall gewählt hast, verwende unsere kostenlose Rechtschreibprüfung, um den Satz prüfen und ggf. korrigieren zu lassen. 

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Nominativ?

Der Nominativ ist der 1. Fall. Im Deutschen gibt es insgesamt 4 Fälle.

Wie frage ich nach dem Nominativ?

Du fragst mit ‚wer oder was?‘ nach dem Subjekt, das im Nominativ steht.

Wofür wird der Nominativ verwendet?

Der Nominativ hat 6 Funktionen:

  • Nominativ als Normalkasus
  • Subjekt im Nominativ
  • Gleichsetzungsnominativ
  • Appositionen im Nominativ
  • Absoluter Nominativ
  • Nominativ in der Anrede
Was ist der Unterschied zwischen dem Nominativ und dem Genitiv, dem Dativ sowie dem Akkusativ?

Im Nominativ steht das Subjekt des Satzes.

In den anderen Fällen stehen die Objekte und Präpositionalgruppen des Satzes.

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Schrader, T. (2024, 08. März). Nominativ: der Wer-Fall. Scribbr. Abgerufen am 9. April 2024, von https://www.scribbr.de/faelle/nominativ/

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Tanja Schrader

Tanja hat einen Masterabschluss in der Germanistik und daher viel Erfahrung im Anfertigen von wissenschaftlichen Arbeiten. Seit 2017 hilft sie als Korrektorin Studierenden dabei, ihre Haus- und Abschlussarbeiten erfolgreich zu bestehen. Aufgrund ihrer Leidenschaft für die Sozialwissenschaften studiert sie aktuell nebenberuflich noch Politik und Soziologie.