Die Harvard-Zitierweise: Literaturverweise im Text

Verwendest du im Fließtext deiner Abschlussarbeit Gedankengut aus einer Quelle, musst du laut Harvard-Zitierweise direkt auf diese verweisen.

Direkt nach dem Zitat in deinem Fließtext gibst du die Quelle in folgendem Format an:
(Autor Jahr: Seitenzahl).

Wir erklären dir im Detail, wie du Verweise im Text erstellst und auf welche Besonderheiten du achten musst.

Quellen nach Harvard-Richtlinien erstellen

Harvard-Grundregeln für Verweise im Text

Die Harvard-Zitierweise besteht aus einer Quellenangabe in Klammern direkt im Fließtext. Sie ist auch als amerikanische Zitierweise bekannt und funktioniert dabei ganz ohne Fußnoten.

Du verweist mit den Quellenangaben im Text auf die ausführliche Literaturangabe in deinem Literaturverzeichnis.

Bei dem Verweis im Text werden immer der Name des Autors, das Erscheinungsjahr des Werkes sowie die Seitenzahl angegeben.

Verwende dabei folgendes Format: (Autor Jahr: Seitenzahl).

Scribbr-Quellenvorschau: Harvard-Zitierweise im Text

Je nach Universität gibt es Abweichungen für die Harvard-Zitierweise. Wir zeigen dir in unserer Anleitung eine einheitliche Harvard-Zitierweise sowie alternative Harvard-Schreibweisen.

Es ist wichtig, dass du dich sowohl bei deinen Verweisen im Text als auch in deinem Literaturverzeichnis für eine konsistente Form entscheidest.

Die Position der Quellenangabe befindet sich in der Regel am Ende des Satzes, in dem das Zitat genannt wird.

Wörtliche Zitate werden mit  (doppelte Anführungszeichen) hervorgehoben. Bei Paraphrasierungen wird der Zusatz vgl. hinzugefügt.

Beispiel Verweis im Text
Aktuelle Studien schlagen vor, dass … (vgl. Müller 2019: 12).

Forscher sind der Meinung: Die Bedeutung von X wird sich vergrößern(Müller 2019: 23)“

1 Autor

Bei nur einem Autor wird in der Klammer als Erstes der Nachname des Autors angegeben. Anschließend folgen das Erscheinungsjahr des Werkes und die Seitenzahl: (Autor Jahr: Seitenzahl).

Wird der Name des Autors im Fließtext erwähnt, folgen die Jahresangabe und die Seitenzahl in Klammern direkt dahinter.

Beispiel 1 Autor
„In den nächsten zehn Jahren wird sich die Zahl der … erheblich vergrößern“ (Müller 2019: 23).

Eine Studie, in der X und Y verglichen wurden, ergab, dass … (vgl. Müller 2019: 23).

Müller (2019: 23) zeigt, wie sich die Forschung mit X befasst.

Ausnahme – gleiche Nachnamen

Wenn du in deiner Bachelorarbeit mehrere Autoren mit gleichem Nachnamen zitierst, sollte auch der Anfangsbuchstabe des Vornamens in deinem Quellenverweis im Text berücksichtigt werden.

Beispiel gleiche Nachnamen
Die Forschungsergebnisse von Müller, T. (2019: 20) widersprechen der Studie von Müller, G. (2018: 41).

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2 Autoren

Wenn zwei Autoren an einem Werk beteiligt waren, sollten deren Namen mit einem / getrennt werden.

Erwähnst du die Autoren im Fließtext, solltest du sie mit dem Wort und trennen.

Je nach Universität kannst du die Autorennamen auch mit einem und oder & verbinden. Egal, für welche Version du dich entscheidest, bleibe in deinem gesamten Dokument einheitlich.

Beispiel 2 Autoren
Die Forschung bestätigt, dass sich „der Bedarf an … unproportional vergrößert hat“ (Müller/Neuer 2019: 65).

Die Forschung zeigt, dass in 2019 ein erheblicher Bedarf an … besteht (vgl. Müller/Neuer 2018: 65).

Müller und Neuer (2018: 65) beschreiben, dass es einen erheblichen Bedarf an … gibt.

Je nach Universität auch
(Müller und Neuer 2019: 65)
(Müller & Neuer 2019: 65)

3 oder mehr Autoren

Bei drei oder mehr Autoren reicht es aus, wenn du den ersten Autor und den Zusatz ,et al.‚ verwendest. Die Abkürzung steht dabei für das lateinische et alii, was übersetzt „und andere” bedeutet.

Je nach Vorgaben deiner Universität können bei der ersten Erwähnung alle Autoren genannt werden. Trenne in diesem Fall alle Autoren mit /, so wie du es schon bei 2 Autoren gemacht hast.

Bei allen weiteren Nennungen im nachfolgenden Fließtext nennst du nur den ersten Autor und fügst ‚et al.‘ hinzu.

Beispiel 3 oder mehr Autoren
„Im Gegensatz zu X ist Y … “. (Müller et al. 2019: 12)

Aktuelle Forschung schlägt vor, dass … (vgl. Müller et al. 2019: 12).

Müller et al. (2019: 12) argumentieren, dass … .

Je nach Universität auch
Anders bei der ersten Erwähnung:

  • (Müller/Neuer/Robben 2019: 12)

Ab der zweiten Erwähnung:

  • (Müller et al. 2019: 12)

Alternativ kannst du auch ein und oder & verwenden. Orientiere dich dabei an der Version, die du bei der Nennung von 2 Autoren gewählt hast.

Trenne dabei alle Autoren mit einem Komma und setze vor dem letzten ein und bzw. & ein.

Anders bei der ersten Erwähnung:

  • (Müller, Neuer und Robben 2019: 12)
  • (Müller, Neuer & Robben 2019: 12)

Ab der zweiten Erwähnung:

  • (Müller et al. 2019: 12)

Zum Harvard-Generator

Erscheinungsjahr

Das Erscheinungsjahr befindet sich im Verweis direkt nach dem Autor: (Autor Jahr: Seitenzahl).

Das dient dazu, die verwendete Quelle in den historischen Kontext einzuordnen.

Bei der Angabe des Erscheinungsjahres solltest du dich immer an der verwendeten Auflage orientieren.

Ausnahme – mehrere Werke in einem Jahr vom selben Autor

Wenn ein Autor mehrere Werke im gleichen Jahr veröffentlicht hat, füge der Jahreszahl einen Kleinbuchstaben 2019a / 2019b / … hinzu.

Beispiel mehrere Werke im gleichen Jahr
In dieser Untersuchung wurde gezeigt, dass… stetig zunimmt (vgl. Müller 2019a: 32). Darauf stützt sich die Annahme, dass … (Müller 2019b: 18).

Ausnahme – stark abweichendes Erscheinungsjahr

Die Erstveröffentlichung ist das Erscheinungsdatum der 1. Auflage. Wenn es mehrere Auflagen eines Buches gibt, weicht das Erscheinungsjahr der jeweiligen Auflage von der Erstveröffentlichung ab.

Für den besonderen Fall, dass das Jahr der Erscheinung deutlich (ca. 20–30 Jahre) von der Erstveröffentlichung abweicht, sollte dies zusätzlich erwähnt werden. Dadurch kann die Quelle besser in den historischen Kontext eingeordnet werden.

Beispiel stark abweichendes Erscheinungsjahr
Vergangene Forschungen suggerieren, … (Müller 2019: 34, Erstauflage 1990).

Seitenzahlen

Seitenzahlen werden bei der Harvard-Zitierweise nach dem Erscheinungsjahr angegeben und durch einen Doppelpunkt abgetrennt: (Autor Jahr: Seitenzahl).

Statt eines Doppelpunkts gibt es auch Alternativen mit einem Komma als Trennung. Auch ein S. kann der Seitenzahl vorausgehen.

Beispiel Seitenzahl
Eine Studie, in der X und Y verglichen wurden, ergab, dass … (vgl. Müller 2019: 23).
Je nach Universität auch
(Müller 2019, 23)
(Müller 2019: S. 23)
(Müller 2019, S. 23)

Befindet sich ein Zitat auf zwei Seiten, kann dies mit f. für folgende kenntlich gemacht werden.

Bezieht sich eine Quellenangabe auf 3 oder mehr Seiten, muss der exakte Bereich angegeben werden.

Zitat über 2 Seiten
(Müller 2019: 23 f.)
(Müller 2019: 2327)

Verwende für die Seitenangabe den Bis-Strich bzw. Halbgeviertstrich (–) und nicht den Bindestrich (-).

In manchen Fällen wird auch ff. genutzt, um 2 oder mehr Seiten anzugeben. Davon ist jedoch abzuraten, da die genaue Seitenzahl unklar bleibt.

Tipp
Erstelle deine vollständige Quellengabe mit unserem Harvard-Generator.

Harvard Verweis im Text: Positionierung und Satzzeichen

Bei der Harvard-Zitierweise folgt die Quellenangabe nach dem Zitat – bei wörtlichen genau wie bei sinngemäßen Zitaten.

Jedoch gibt es ein paar Ausnahmen:

  1. Ist das Zitat nur ein Satzteil und steht am Ende des Satzes, wird das abschließende Satzzeichen nach den Anführungsstrichen gesetzt.
  2. Endet ein Zitat auf ein Frage- oder Ausrufezeichen, müssen diese trotzdem angegeben werden.
  3. Sollte ein Zitat einen vollständigen Satz bilden, steht das abschließende Satzzeichen vor den Anführungszeichen. Dies gilt auch, wenn das Zitat nach einem Doppelpunkt beginnt.
  4. Wenn der Name des Autors schon in dem selben Satz vorkommt, werden Erscheinungsjahr und Seitenzahl direkt dahinter angegeben.
Beispiel Satzzeichen im Text
Es lässt sich feststellen, dass aktuelle Forschung „einen erheblichen Bedarf an …“ (Müller 2019: 50).

Die Studie über X ist der Meinung, dass „es keine Alternative gibt!” (Neuer 2018: 19).

Andere Studien betrachten das Problem aus einer neuen Sichtweise: „Die Entwicklung von X bewegt sich immer mehr Richtung Y“ (Müller 2019: 50).

Neuer (2018: 22) fügt allerdings hinzu, dass sich X in eine andere Richtung entwickelt.

Mehrere Werke in einem Verweis

Wenn du mehrere Werke als Quelle für einen Satz verwendest, werden diese innerhalb der Klammer durch ein Semikolon getrennt.

Beispiel Zitat über 2 Seiten
Aktuelle Forschung beweist, dass… (vgl. Müller 2019: 30; Neuer 2018: 18).

Dabei werden die Werke nach Wichtigkeit für die eigene Aussage angeordnet. Haben die Werke die gleiche Gewichtung, wird das ältere Werk als erstes genannt.

Mit ebd. im Text zitieren

Bei der Harvard-Zitierweise kannst du in deinen Literaturverweisen im Text ebd. (ebenda = genau, gerade dort) verwenden. Die Abkürzung ersetzt die Nachnamen der Autorenschaft und das Erscheinungsjahr, wenn diese zweimal oder mehrmals hintereinander genannt werden. Durch die Verwendung von ebd. kannst du die Lesbarkeit deiner wissenschaftlichen Arbeit vereinfachen.

Achte beim zitieren mit ebd. darauf, dass die vorherige Quellenangabe

  • im gleichen Absatz oder
  • auf der gleichen Seite steht.
Beispiel ebd. verwenden

Die Studie ergab … (vgl. Müller 2019: 23).

Zusätzlich kam auch heraus, dass … (vgl. ebd.: 28).

„Die gleiche Studie im Zitat“ (ebd.: 31)

Sekundärzitate

Als Sekundärzitate bezeichnet man wörtliche oder sinngemäße Zitate aus Werken, die man selbst nicht vorliegen hat. Diese sollten grundsätzlich vermieden werden, da so die Richtigkeit nicht überprüft werden kann.

Solltest du dennoch ein Sekundärzitat verwenden, gibst du mit dem Zusatz zitiert nach Autor Jahr: Seitenzahl an, aus welchem Werk du das Zitat hast.

Anstatt den Zusatz auszuschreiben, kannst du auch die Abkürzung zit. verwenden.

Beispiel Verweis auf Sekundärzitate
In der Vergangenheit haben Forscher diese Thematik eher als irrelevant betrachtet, weil „die Gesellschaft …“ (Müller 1970: 21, zitiert nach Neuer 2018: 38).
Je nach Universität auch
(Müller 1970: 21, zit. nach Neuer 2018: 38)

Zitat im Zitat

Befindet sich ein Zitat in einem Zitat, z. B. in Form einer wörtlichen Rede, muss dies kenntlich gemacht werden.

Verwende  (einfache Anführungszeichen) um das Zitat hervorzuheben. Stelle dabei sicher, dass in dem Zitat deutlich wird, woher das Zitat im Zitat stammt. Das kann z. B. von Studienteilnehmern sein.

Beispiel Zitat im Zitat
Für Müller (2019: 21) stellt sich heraus: „Schon jetzt hat diese Thematik eine hohe Relevanz, da ein Großteil der Studienteilnehmer angibt, ,sich mit der Materie zu beschäftigen.“

Erfahre mehr über

Literaturverzeichnis laut Harvard oder zu Zitieren und Paraphrasieren

Zum Harvard-Generator

Häufig gestellte Fragen

Wie erstelle ich Verweise im Text nach der Harvard-Zitierweise?

Nach der Harvard-Zitierweise gibst du deine Quellen direkt nach dem Zitat im Fließtext deiner wissenschaftlichen Arbeit an. Dafür gibst du die Literaturverweise in folgendem Format an: (Autor Jahr: Seitenzahl).

Beispiel Verweis im Text

(Müller 2019: 23)

Darf ich ebd. im Literaturverweis bei der Harvard-Zitierweise nutzen?

Ja, bei der Harvard-Zitierweise kannst du die Abkürzung ebd. im Literaturverweis im Text nutzen. Sie ersetzt die Nachnamen der Autorenschaft und das Erscheinungsjahr, wenn diese zweimal oder mehrmals hintereinander zitiert werden.

Beispiel: ebd. verwenden

Die Studie ergab … (vgl. Müller 2019: 23).
Zusätzlich kam auch heraus, dass … (vgl. ebd.: 28).
„Die gleiche Studie im Zitat“ (ebd.: 31).

Wann nutze ich vgl. im Literaturverweis bei der Harvard-Zitierweise?

Bei der Harvard-Zitierweise werden indirekte Zitate mit dem Zusatz vgl. (= vergleiche) im Literaturverweis im Text zitiert. Dieser Zusatz steht vor der Quellenangabe im Text.

Zum Beispiel: (vgl. Müller 2019: 23)

Direkten bzw. wörtlichen Zitaten werden nicht mit vgl. zitiert.

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Mandy Theel

Hi, ich bin Mandy und habe bereits eine Bachelor- und Masterarbeit sowie zahlreiche Hausarbeiten geschrieben. Seit meinem Masterabschluss liegt es mir am Herzen, meine Erfahrungen zu teilen und Studierenden im Studium zu helfen. Falls du Fragen hast, hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

24 Kommentare

Lars Bußkamp
25. Mai 2020 um 14:04

Hallo,
wie oft gebe ich im Fließtext meine Quelle an?
Ich nutze eine Quelle über mehrere Seiten in meiner Arbeit. Reicht es die Quelle (Internet) einmal am Ende anzugeben, oder muss ich nach jedem Absatz die Quelle angeben, auch wenn diese für die nächsten Absätze die selbe wäre.
LG.

Antworten

Annika Heinemeyer
Annika Heinemeyer (Scribbr-Team)
25. Mai 2020 um 14:39

Hallo Lars,
vielen Dank für deine Frage. Generell solltest du möglichst nach jedem Gedankengang eine Quellenangabe machen. Daher solltest du in dem Fall mindestens am Ende jedes Absatzes die Quelle angeben. Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte. :)

Antworten

Maren
7. Mai 2020 um 22:35

Hallo Mandy,

gerne würde ich wissen, ob es die Harvard Zitierweise zulässt, mehrere Sätze (in einem Absatz), die sich auf die gleiche Quelle beziehen am Ende dieses Absatzes mit einer Quellenangabe anzugeben? Wenn ja, wie wird dies am besten kenntlich gemacht?

Vielen Dank!

Antworten

Annika Heinemeyer
Annika Heinemeyer (Scribbr-Team)
8. Mai 2020 um 19:17

Hallo Maren,
vielen Dank für deine Frage. Generell solltest du möglichst für jeden fremden Gedanken eine Quellenangabe erstellen. Wenn du in deiner wissenschaftlichen Arbeit Ideen, Sätze oder Absätze von anderen Personen übernimmst, ohne diese zu erwähnen, dann spricht man von Plagiat. Wenn du dich nun innerhalb eines Absatzes auf eine Quelle beziehst und es deutlich wird, dass du dich auf dieselbe Quelle beziehst, reicht es einfach, mit einem Verweis im Text auf die Quelle hinzuweisen. Die Quellenangabe steht dann nach wie vor in Klammern im Text am Ende des Absatzes. Dann solltest du aber möglichst schon zu Beginn deines Absatzes die Quelle nennen. Du kannst z. B. beginnen mit Müller (2019) zufolge... und dann am Ende deines Absatzes den Quellenverweis setzen (Müller, 2019, S. 23). Möglichst solltest du auch nach den einzelnen Sätzen die Seitenzahl angeben, auf die du dich beziehst. Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte :)

Antworten

Ella
16. Dezember 2019 um 12:15

Hallo Mandy,

für meine Bachelorarbeit nutze ich einen Sammelband als Quelle. Meine Frage wäre nun, wie zitiere ich richtig, wenn ich aus verschiedenen Kapiteln von unterschiedlichen Autoren gedankliches Gut verwende. Lege ich für die verschiedenen Autoren jeweils einen gesonderten Eintrag im Literaturverzeichnis fest oder darf ich den Sammelband lediglich einmal im Literaturverzeichnis erwähnen?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,
Ella

Antworten

Laura Draws
Laura Draws (Scribbr-Team)
16. Dezember 2019 um 12:53

Hallo Ella,
danke für deine Frage!
In diesem Fall musst du für jeden Autor einen eigenen Eintrag im Literaturverzeichnis vornehmen. Mehr dazu findest du auch in unseren Artikeln zu Sammelwerken und Literaturverzeichnis.

Antworten

Tess
3. Januar 2020 um 23:07

Hallo Mandy,

Wie verfahre ich denn beim Harvard zitieren , wenn die Quellenangabe im Text über zwei Zeilen geht und in der nächsten Zeile dann nur die einsame Seitenzahl steht? Ist das okay? Oder muss ich dann ein Leerzeichen mehr vor dem S. X machen, damit wenigstens das S. in die neue Zeile mitrückt?

VG

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
6. Januar 2020 um 12:41

Hallo Tess,
vielen Dank für deine Frage! Bei der Harvard-Zitierweise gibt es keine genauen Vorgaben für diesen Fall. Wenn du dir dabei also zu unsicher bist, würde ich dir empfehlen deine Betreuungsperson zu fragen.

Antworten

Lukas
8. Dezember 2019 um 11:59

Hallo Mandy,

ich habe eine Frage zur Zitation von fremdsprachigen Quellen mit der Harvard Methode.
Ich habe für meine Bachelorarbeit überwiegend englischsprachige Literatur und wende die Harvard-Methode an. Da ich auch einige Quellen gerne wörtlich zitieren würde und daher im Original (englisch) lassen sollte ist meine Frage nun wie hierbei mit einer Übersetzung umgegangen wird. Es gibt ja keine Fußnote in die ich die Übersetzung schreiben kann...
Sollte ich nun also nur hinter die Fachbegriffe in Klammern die Übersetzung schreiben oder sie ganz weglassen? Oder gibt es da eine gängige Lösung? :)
Habe leider von der Hochschule keine Vorgabe bekommen.

Liebe Grüße und Danke im Voraus :)

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
9. Dezember 2019 um 12:32

Hallo Lukas,
vielen Dank für deine Frage. Generell gilt für das Zitieren nach Harvard, dass englische Zitate sichtbar vom restlichen Text abgehoben werden sollten, um Irritation zu vermeiden. Du kannst dies z. B. in kursiv tun. Wie du schon angesprochen hast, verzichtet die Harvard-Zitierweise auf Fußnoten für die Quellenangabe. Du kannst Fußnoten dennoch verwenden um ergänzende Hinweise anzugeben wie z. B. eine Übersetzung. Die Quellenangabe steht nach wie vor in Klammern im Text.

Antworten

Mandy
21. November 2019 um 21:44

Hallo Mandy hier ist Mandy ;-))
ich habe auch eine Frage zum zitieren im Text nach Harvard Stil. Bei uns an der Uni muss im Text die Seitenzahl mit benannt werden gemäß (Autor,A. 2011:41) z.B.

Ich habe eine Literaturquelle (Artikel aus einem wiss.Journal) wobei ein Satz mit mehreren Autoren et al im Text zitiert wurde. Ich möchte natürlich keine Sekundär-Zitate erzeugen und habe mir eben alle (10?) genannten werke beschaffen. Leider wurden diese in der Originalquelle (Journal) ohne Seitenzahl angegeben.
Meine Frage nun:

1. Wenn der allg. Stil mit seitenzahl ist, kann ich in diesem Fall ohne Seitenzahl im Text zitieren, da ich davon ausgehe, dass sich das Originalzitat auf den gesamten Journal Artikel bezogen hatte?

2. da die Originalwerke nicht wörtlich zitiert wurden wurde paraphrasiert in der Sekundärliteratur. Diese habe ich dann aber 1:1 übernommen. Muss ich mich somit nicht auch in irgendeiner Form auf die Sekundärquelle beziehen, da ich ja den Text so übernommen habe, obwohl ich die Originalquellen vorliegen habe???

Danke für die Unterstützung
LG Mandy

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
22. November 2019 um 14:27

Hallo (auch) Mandy :-),
vielen Dank für deine Frage.
1. Du solltest versuchen die Aussage zurückzuverfolgen und die Stelle im Text im Journal ausfindig machen. Falls sich das Zitat auf die allgemeine Aussage des Journals bezieht, kannst du die Seitenzahl weglassen.
2. Da du die originale Literatur hast, kannst du direkt daraus zitieren. Lies dir am besten die betreffenden Stellen in den Texten durch und formuliere eine eigene Zusammenfassung, in der du dann die jeweiligen originalen Quellen angibst. Falls dies für dich nicht möglich ist, solltest du deinem Verweis ein ‚zitiert nach Name-Autor-Sekundärliteratur‘ hinzufügen. Wenn du dies in Form eines wörtlichen Zitats machst, solltest du die Kennzeichnung mit Anführungszeichen nicht vergessen. Ich würde dir jedoch empfehlen hier lieber zu paraphrasieren und z. B. zu schreiben „Müller hat in den Werken vieler Forscher X herausgefunden...“.

Antworten

Roberto
14. Oktober 2019 um 19:58

Hallo Mandy,

auch ich habe eine Frage bezüglich dem richtigen zitieren, nämlich:

wenn ich in einem Abschnitt anfangs etwas aus Quelle xy indirekt zitiere, und zwischendrin noch ein direktes/ indirektes Zitat aus Quelle ab nehme, reicht es dennoch aus, wenn ich die Quelle xy am Ende des Absatzes erwähne oder muss ich diese noch vor der anderen Quelle angeben?

Danke und VG

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
16. Oktober 2019 um 18:28

Hallo Roberto,

vielen Dank für deine Frage. Wenn ein Zitat aus Quelle ab zwischendrin zitiert wird, solltest du die Quelle xy vorher nennen, damit deine Leserschaft genau nachvollziehen kann, welche Information aus welcher Quelle stammen.

Antworten

Pauline H.
8. Oktober 2019 um 14:08

Hallo Mandy,

wie gehe ich vor, wenn ich ein direktes Zitat in der Mitte des Satzes zitiere. Also beispielsweise:

Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und den staatlichen Institutionen, um der Jugend die "Eigenschaften einer sozialistischen Persönlichkeit anzuerziehen", wird als unabdingbar beschrieben.

Gebe ich meine Quelle direkt hinter dem direkten Zitat an, oder auch da erst am Ende des Satzes?

LG
Pauline

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
8. Oktober 2019 um 17:19

Hallo Pauline,
da es bei Harvard keine offiziellen Richtlinien gibt, hast du hier verschiedene Möglichkeiten. Wichtig ist, dass du die Seitenzahl des Zitats direkt nach dem direkten Zitat nennst.

Je nachdem, ob sich die Quelle nur auf das wörtliche Zitat oder den ganzen Satz bezieht, kannst du also schreiben:
Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und den staatlichen Institutionen, um der Jugend die „Eigenschaften einer sozialistischen Persönlichkeit anzuerziehen“ (Name Jahr: Seite), wird als unabdingbar beschrieben.
Die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und den staatlichen Institutionen, um der Jugend die „Eigenschaften einer sozialistischen Persönlichkeit anzuerziehen“ (Seite), wird als unabdingbar beschrieben (Name Jahr).
Laut Name (Jahr) wird die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und den staatlichen Institutionen, um der Jugend die „Eigenschaften einer sozialistischen Persönlichkeit anzuerziehen“ (Seite), als unabdingbar beschrieben.

Wichtig ist dabei, dass du es in deinem ganzen Dokument einheitlich verwendest.

Antworten

Lena
2. Oktober 2019 um 18:41

Hallo Mandy,
ich wüsste gerne, wie man verfährt, wenn es sich um ein indirektes Zitat handelt und der Autor im Text bereits erwähnt wurde. Wird das vgl., dass man sonst ja bei indirekten Zitaten anführt, einfach weggelassen?

Z. B.: Laut Müller (2004: 4) ist die Rechtschreibung sehr wichtig.

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
7. Oktober 2019 um 13:33

Hallo Lena,

vielen Dank für deine Frage. Da es bei der Harvard-Zitierweise keine offiziellen Richtlinien gibt, ist die Erwähnung sowohl mit als auch ohne ‚vgl.‘ in den Klammern möglich. Stelle dabei jedoch sicher, dass du dies einheitlich in deinem Dokument vornimmst.

Antworten

Luisa500
27. September 2019 um 21:40

Hallo Mandy,

was mache ich, wenn ich einem Tect mehrmals den gleichen Autor aus dem selben Werk zitieren? Schreibe ich jedes Mal das gleich hin oder gibt es eine Möglichkeit im Harvard-Beleg lich auf das bereits obenzietierte zu beziehen?
Danke im Voraus!

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
7. Oktober 2019 um 12:57

Hallo Luisa,

vielen Dank für deine Frage. Wenn du mehrmals aus dem gleichen Werk zitierst, kannst du die Abkürzung ‚ebd.‘ für ‚ebenda‘ verwenden. Eine genaue Anleitung dazu findest du in unserem Artikel über ‚ebenda‘.

Antworten

Tabita Walter
13. Juli 2019 um 20:01

Hallo Mandy,
ich hätte einmal eine Frage zur richtigen Zitierweise. Ich wende die Havard-Zitierweise an. Nun habe ich folgenden Fall:

Experteninterviews finden meist dann Anwendung, wenn spezifisches und gebündeltes Wissen zu einem ausgewählten Themenbereich in Erfahrung gebracht werden soll. Als Experten werden somit sachkundige Personen bezeichnet, welche „als Akteure des Untersuchungsfeldes über spezifisches Handlungs- und Erfahrungswissen verfügen“ (Hardes & Gieg 2005, S.5)

Der Erste Satz stammt jedoch auch von Herdes & Sieg wurde jedoch paraphrasiert. Im zweiten Satz folgt dann das wörtliche Zitat. Reicht es also, wenn ich es so lasse, wie es im Moment ist oder muss ich zwischen diesen beiden Sätze noch ein (vgl. Herdes & Gieg 2005 2005, S.5) einfügen?

Vielen lieben Dank schon im Voraus :)
Tabita

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
15. Juli 2019 um 11:39

Hallo Tabita,

vielen Dank für deine Frage. Quellenverweise gelten nur für den einen Satz indem sie sich befinden. Außer du sagst ‚Hardes und Gieg (2005) finden... . Sie sind auch der Meinung...„ ...“ (S. 5)‘ - in diesem Fall ist der erste Verweis im Text (nicht in Klammern) und es ist eindeutig, dass man im darauffolgenden Satz noch aus derselben Quelle Information genommen hat. Gibst du die Quelle nur in Klammern an, dann musst du sie in beiden Sätzen aufführen, einmal mit ‚vgl.‘ und das andere mal mit der Seitenzahl.

Antworten

Tabita Walter
16. Juli 2019 um 20:03

Vielen Dank für die Antwort, dass hat mir sehr geholfen :)

Generell hat sich daraus jedoch noch eine Frage ergeben:
Wie gehe ich vor, wenn ich mehrere Sätze hintereinander paraphrasiert aus einer Quelle habe? Sagen wir also die Informationen eines kleinen Absatzes stammen komplett aus einer Quelle. Reicht es nicht aus wenn ich am Ende des Absatzes den Verweis mache? Oder müsste ich dazu zwangsläufig immer den Autor in den Text mit einbinden (xy ist der Meinung ...)?

Verzeihe die weitere Frage.
Liebe Grüße

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
17. Juli 2019 um 11:40

Hallo Tabita,
ich freue mich sehr, dass dir meine Antwort geholfen hat. Sehr gerne beantworte ich dir auch diese Frage.
Es kommt dabei immer auf die Formulierung in deinem Satz an.
Wenn du z. B. schreibst 'die Studie von XY et al. (Jahr) hat bewiesen, dass.... . Das heißt, dass ... . Die Autoren meinen aber ... . Daraufhin folgt ... " kannst du einen Quellenverweis in Klammern aufführen. Solange es eindeutig ist, dass du dich auf dieselbe Quelle beziehst, sollte es mit einem Verweis ausreichen.

Antworten

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