So funktioniert die Plagiatssoftware

Eine Plagiatssoftware dient als Hilfsmittel zur Prüfung von Textpassagen auf Ähnlichkeiten mit anderen Quellen.

Das Ergebnis einer Plagiatssoftware veranschaulicht, zu wie viel Prozent eine Abschlussarbeit Ähnlichkeiten mit anderen Quellen aufweist, nicht aber, zu wie viel Prozent Plagiat begangen wurde. Das musst du nämlich selbst feststellen und ausbessern.

Dabei untersuchen für diesen Ähnlichkeitsvergleich die meisten Plagiatssoftwares nur das Internet auf öffentlich zugänglichen Quellen. Unsere Plagiatsprüfung hat hingegen auch Zugriff auf wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen.

Ergebnis der Plagiatssoftware

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Das Ergebnis der Plagiatssoftware gibt an, zu wie viel Prozent der eingereichte Text Ähnlichkeiten mit den Quellen in der Datenbank aufweist.

Dieses Ergebnis teilt somit nicht mit, zu wie viel Prozent tatsächlich Plagiat begangen worden ist.

Das liegt daran, dass ein solcher Ähnlichkeitsvergleich nur den reinen Fließtext prüft und nicht, ob dieser Textabschnitt richtig zitiert worden ist.

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Wie ein solches Ergebnis interpretiert wird, erklären wir dir in unserem 4 Minuten Video.

Darin analysieren wir die markierten Ähnlichkeiten unseres Beispieldokumentes.

 

Beachte: Hinterfrage kritisch alle einzelnen Ähnlichkeiten: Ist diese Markierung der Plagiatssoftware tatsächlich Plagiat oder nicht?

Wie viel Prozent ist erlaubt?

Diese Frage entsteht oft nach der Nutzung einer Plagiatsprüfung und der Einsicht in das Ergebnis.

Die Antwort auf diese Frage lautet:

  • 0 % Plagiat und
  • X % Ähnlichkeit sind erlaubt.

Plagiat darf nie begangen werden. Wie schon erläutert, prüft eine Plagiatssoftware aber nicht den Prozentsatz an Plagiat, sondern zu wie viel X % deine Abschlussarbeit Ähnlichkeiten mit anderen Quellen aufweist.

Diese X % können je nach Plagiatssoftware und Anweisung der Universität variieren.

Wichtig ist, dass du jede einzelne Ähnlichkeit selbst überprüfst. Insofern alle Plagiate behoben sind, kannst du mit gutem Gewissen deine Abschlussarbeit abgeben.

Ähnlichkeiten, die nicht immer Plagiat sind

Der Ähnlichkeitsvergleich einer Plagiatssoftware dient als Hilfstool, um mögliche Plagiate zu finden.

Eine Plagiatssoftware unterscheidet bei Markierungen aber nicht, ob …

Alle markierten Textpassagen müssen einzeln beurteilt werden.

Anhand unserer Plagiatsprüfung veranschaulichen wir, wie diese Ähnlichkeiten aussehen und wie mit diesen umgegangen werden muss.

Beispiele angezeigter Ähnlichkeiten

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Dies ist ein klassisches Beispiel einer allgemeinen Ausdrucksweise, wie sie in den meisten Abschlussarbeiten vorkommen kann.

Auch andere allgemeine Ausdrucksweisen können von einer Plagiatssoftware markiert werden.

  • Plagiat: Kein Plagiat
  • Hinweis: Es kann, muss aber nicht noch weiter umformuliert werden.
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Direkte Zitate dürfen in einer Abschlussarbeit, unter Berücksichtigung der korrekten Zitierweise, immer hinzugefügt werden.

Eine Plagiatssoftware erkennt dabei nur die Ähnlichkeit mit den von ihr geprüften Quellen in der Datenbank.

  • Plagiat: Vielleicht
  • Hinweis: Die Plagiatssoftware markiert nur die erkannte Ähnlichkeit, nicht aber, ob diese Textpassage (das Zitat) richtig zitiert wurde. Prüfe dabei selbst die korrekte Zitierweise.

Die Plagiatsprüfung von Scribbr hat dabei als einziger Anbieter auch Zugriff auf gesperrten wissenschaftlichen Publikationen.

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Während der Literaturrecherche werden Forschungsergebnisse und Forschungslücken anderer wiedergegeben und paraphrasiert.

Textpassagen, die mit dem Originaltext zu sehr übereinstimmen, werden von der Plagiatssoftware erkannt.

  • Plagiat: Sehr wahrscheinlich
  • Hinweis: Prüfe nicht nur, ob die erkannte Paraphrase richtig zitiert wurde, sondern entscheide, ob du die Paraphrase weiter umformulieren möchtest, oder in ein direktes Zitat umwandeln möchtest.

Ähnlichkeiten, die kein Plagiat sind

Eine vollständige Abschlussarbeit mit einer Plagiatssoftware prüfen zu lassen, führt aufgrund des üblichen Aufbaus einer Abschlussarbeit zu markierten Ähnlichkeiten, die kein Plagiat sind.

Markierungen, die kein Plagiat enthalten, findet man auf folgenden Seiten:

  • Deckblatt (abgesehen vom Titel!)
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • Quellenangabe im Literaturverzeichnis
  • Eidesstattliche Erklärung

Anhand unserer Plagiatsprüfung zeigen wir dir, welche Art von falsch angezeigten Markierungen kein Plagiat aufweisen.

Beispiele, die kein Plagiat sind

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Je nach Vorlage sind Deckblätter von Abschlussarbeiten ähnlich gestaltet.

  • Plagiat: Nein
  • Hinweis: Angezeigte Markierungen im Deckblatt sind in der Regel kein Plagiat. Natürlich sollte der Titel nicht als Ähnlichkeit markiert sein, denn das wäre wiederum Plagiat.
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Manche Überschriften können nicht umgeschrieben oder anders formuliert werden. Markierte Ähnlichkeiten sollten in der Regel kein Plagiat darstellen.

  • Plagiat: Nein
  • Hinweis: Sollte das komplette Inhaltsverzeichnis markiert sein, dann besteht eine sehr große Gefahr des Strukturplagiats.
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Diese angezeigte Ähnlichkeit führt zu den häufigsten Fragen und Unklarheiten beim Thema Plagiatssoftware.

Wie zuvor beschrieben, vergleicht eine Plagiatssoftware den reinen Fließtext auf mögliche Ähnlichkeiten mit Texten aus der Datenbank.

Die Plagiatsprüfung von Scribbr hat durch die Zusammenarbeit mit der besten Plagiatssoftware Zugriff auf gesperrte wissenschaftlichen Publikationen.

Bei dem durchgeführten Vergleich werden deshalb umso öfter Ähnlichkeiten im Literaturverzeichnis angezeigt.

Alle Journals und Publikationen müssen die genutzten Quellen angeben. Eine korrekte Quellenangabe sieht also im gleichen Zitierstil immer gleich aus und wird entsprechend markiert.

  • Plagiat: Nein
  • Hinweis: Achte immer darauf, wie eine Quelle korrekt im Literaturverzeichnis angegeben wird.

 

Vollständiges Beispiel betrachten

Plagiate, die keine Plagiatssoftware entdecken kann

Eine Plagiatssoftware kann den Fließtext nur mit Texten aus ihrer Datenbank vergleichen. Ähnlichkeiten können nur bei einem Eins-zu-eins-Vergleich entstehen.

Dies führt zu Grenzen der Software, denn nicht alle Arten von Plagiaten können erkannt werden. Folgende Arten von Plagiat werden nicht entdeckt:

Beachte: Plagiate verjähren nie! Selbst wenn deine Abschlussarbeit (heute) positiv bewertet wird, kann sie später immer noch als Plagiat auffliegen und rechtliche Konsequenzen mit sich ziehen.

Datenbank und Sicherheit der besten Plagiatssoftware

Im Internet gibt es immer mehr Anbieter, die kostenlos oder für Entgelt eine Plagiatsprüfung anbieten.

Dabei unterscheiden sich die genutzten Plagiatssoftwares im Hintergrund sehr. Für die Prüfung einer Abschlussarbeit auf Plagiat sollte zumindest eines wichtig sein: der Datenschutz.

Eine kostenlose Plagiatsprüfung ist aus Datenschutzgründen nicht zu empfehlen, da der Inhalt der Abschlussarbeit meist unsicher im Netz landet. Dies kann später zu Konsequenzen mit der Plagiatsprüfung der Universität führen.

Das haben alle Plagiatssoftwares gemeinsam
  • Die Nutzung von öffentlich zugänglichen Internetquellen

Die meisten Universitäten vertrauen aber der besten Plagiatssoftware der Welt. Wir von Scribbr haben als einziger Anbieter für Studierende eine Kooperation mit der besten Plagiatssoftware.

Das unterscheidet die Scribbr-Plagiatsprüfung
  • Die Nutzung von öffentlich zugänglichen Internetquellen
  • Zugriff auf 60+ Milliarden Internetquellen
  • Zugriff auf 30+ Millionen wissenschaftlichen Publikationen
  • Die Abschlussarbeit ist geschützt und wird auf keiner öffentlichen Datenbank hochgeladen

Wichtiges Fazit zur Plagiatssoftware – ein Hilfstool

Eine Plagiatssoftware kann nur einen Vergleich des eingereichten Fließtextes, für Studierende meist deren Abschlussarbeit, mit den zur Verfügung stehenden Quellen durchführen.

Je nach Plagiatssoftware stehen öffentlich zugängliche Internetquellen oder auch gesperrte Datenbanken mit Publikationen zur Verfügung. Das ist bei der Scribbr-Plagiatsprüfung der Fall.

Unabhängig von der Plagiatssoftware zeigt das Ergebnis nur einen Prozentsatz der entdeckten Ähnlichkeiten an, nicht einen Prozentsatz des Plagiats.

Alle Ähnlichkeiten müssen einzeln untersucht werden. Je nach Ähnlichkeit muss entschieden werden, ob Plagiat begangen worden ist oder nicht.

Zur Plagiatsprüfung oder Beispiel betrachten

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Luca Corrieri

Luca hat seinen Master an der Universität von Amsterdam abgeschlossen und ist seit 2014 für den deutschen Markt von Scribbr verantwortlich. Mit seinen Kenntnissen im Online-Marketing hat er sich zum Ziel gesetzt, Studierende während der Abschlussphase online zu unterstützen.

1 Kommentar

Luca Corrieri
Luca Corrieri (Scribbr-Team)
25. Oktober 2018 um 10:42

Danke fürs Lesen! Ich hoffe dieser Artikel hat dir weitergeholfen. Hast du noch eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und ich werde mich so schnell wie möglich bei dir zurückmelden.

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