Plagiat vermeiden – So einfach geht’s!

Du vermeidest Plagiate, indem du richtig paraphrasierst, zitierst und alle verwendeten Quellen im Literaturverzeichnis angibst.

Beachte aber, dass du noch andere Arten von Plagiat vermeiden musst:

  • Begehe kein Vollplagiat, indem du eine wissenschaftliche Arbeit als deine eigene ausgibst, ohne diese zu zitieren.
  • Begehe kein Ideenplagiat, indem du die Idee einer wissenschaftlichen Arbeit stiehlst, ohne die Quelle anzugeben.
  • Bezahle nicht jemand anderen dafür, deine Abschlussarbeit zu schreiben.
  • Du darfst kein Selbstplagiat begehen, indem du eine bereits von dir verfasste wissenschaftliche Arbeit als neue Abschlussarbeit einreichst.

Plagiat vermeiden in 3 Schritten

Wir erklären dir nun konkret in 3 Schritten anhand eines Beispiels, wie man Plagiat durch Quellenangabe vermeidet.

  1. Plagiat vermeiden beim Paraphrasieren
  2. Plagiat vermeiden beim Zitieren
  3. Plagiat im Literaturverzeichnis vermeiden

Erster Schritt, um Plagiat zu vermeiden: Paraphrasieren

Beim Paraphrasieren wird der Text der Originalquelle in eigenen Worten zusammengefasst und die Quelle angegeben.

Beispiel Originalquelle

Plagiate sind eine Alltäglichkeit – und ein alter Hut. Vielerorts sind sie halbwegs wohlgelitten: Künstlern würden ohne die (gern auch einmal unausgewiesene) Aneignung fremden Materials bald die Ideen ausgehen. In der Wissenschaft wirken Plagiate dagegen ziemlich karriereschädlich. Das gilt schon im Studium.

Quelle: Schimmel, R. (2011): Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen: Eine Anleitung in 10 Schritten. Berlin: LIT Verlag Münster.

Aus dieser Originalquelle könnte eine Paraphrase wie folgt aussehen:

 Plagiat beim Paraphrasieren ohne Quellenangabe

Plagiate bestehen, historisch gesehen, schon sehr lange und kommen auch heute noch häufig vor. Künstler orientieren sich aus Notwendigkeit an Werken anderer Künstler. Im wissenschaftlichen Kontext führen Plagiate aber zu negativen Konsequenzen für die Karriere. Das ist auch schon während des Studiums der Fall.

Hier handelt es sich um einen Täuschungsversuch, also ein Plagiat, weil die Quelle zwar paraphrasiert, aber nicht angegeben wurde!

Plagiat vermeiden beim Paraphrasieren mit Angabe der Quelle

Plagiate bestehen, historisch gesehen, schon sehr lange und kommen auch heute noch häufig vor. Künstler orientieren sich aus Notwendigkeit an Werken anderer Künstler. Im wissenschaftlichen Kontext führen Plagiate aber zu negativen Konsequenzen für die Karriere. Das ist auch schon während des Studiums der Fall (vgl. Schimmel, 2011, S. 9).

So einfach wird das Plagiat vermieden: Der Ursprungstext wird paraphrasiert und die Quelle sowie die Seitenzahl werden angegeben.

Zweiter Schritt, um Plagiat zu vermeiden: Zitieren

Beim Zitieren wird ein zusammenhängender Satz oder Abschnitt kopiert, in Anführungszeichen gesetzt und mit der Quelle und der Seitenzahl versehen.

Beispiel Originalquelle

Plagiate sind eine Alltäglichkeit – und ein alter Hut. Vielerorts sind sie halbwegs wohlgelitten: Künstlern würden ohne die (gern auch einmal unausgewiesene) Aneignung fremden Materials bald die Ideen ausgehen. In der Wissenschaft wirken Plagiate dagegen ziemlich karriereschädlich. Das gilt schon im Studium.

Quelle: Schimmel, R. (2011): Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen: Eine Anleitung in 10 Schritten. Berlin: LIT Verlag Münster.

Aus dieser Originalquelle könnte ein Zitat wie folgt aussehen:

 Plagiat beim Zitieren ohne Quellenangabe

Meine Forschung hat eine Erkenntnis erbracht: Plagiate sind eine Alltäglichkeit – und ein alter Hut.

Hier handelt es sich um ein Plagiat, weil die Anführungszeichen, die Quelle und die Seitenzahl fehlen.

Plagiat vermeiden durch richtiges Zitieren:

Eine Forschung ergab: Plagiate sind eine Alltäglichkeit – und ein alter Hut (Schimmel, 2011, S. 9).

So einfach wird das Plagiat vermieden: Der Ursprungstext wird mittels Anführungszeichen korrekt zitiert und die Quelle sowie die Seitenzahl werden angegeben.

Dritter Schritt, um Plagiat zu vermeiden: Literaturverzeichnis

Nachdem du einen Text anhand einer Paraphrase oder eines Zitats mithilfe der Originalquelle im Text belegt hast, musst du diese Quelle korrekt im Literaturverzeichnis angeben.

Das sieht dann so aus:

Literaturverzeichnis

  • Schimmel, R. (2011): Von der hohen Kunst ein Plagiat zu fertigen: Eine Anleitung in 10 Schritten. Berlin: LIT Verlag Münster.

Du hilfst der Leserschaft deiner Abschlussarbeit, mit korrekten und genauen Quellenangaben die ursprünglich Verfassenden zu finden.

Beachte: Es gibt aber verschiedene Arten zu zitieren. Unsere Quelle wurde zum Beispiel im APA-Stil zitiert. Erkundige dich bei deiner Universität, welche Zitierweise du verwenden sollst.

Plagiat vermeiden – wichtige Tipps

Es gibt noch einige andere Möglichkeiten, Plagiat zu vermeiden.

So ist eine gute Organisation deiner Quellen besonders wichtig. Eine Plagiatsprüfung hilft dir schließlich, die allerletzten Plagiate zu erkennen und auszubessern.

Organisiere deine Quellen

Mit einer guten Organisation deiner Quellen erleichterst du dir das richtige Paraphrasieren, Zitieren und die Erstellung des Literaturverzeichnisses.

Sobald du eine Quelle für deine Abschlussarbeit verwendest, notierst du dir all ihre Details. Du kannst den Text, den du paraphrasierst oder zitierst, in Microsoft-Word farblich markieren und in einem Kommentar die Quelle notieren.

Viel einfacher ist es allerdings, ein Literaturverwaltungsprogramm zu verwenden. Mithilfe dessen kannst du alle deine Quellen sammeln, ordnen und in Microsoft-Word einfügen. Die am häufigsten benutzten Programme dafür sind:

In Microsoft-Word können dann Verweise automatisch nach der Paraphrase oder dem Zitat hinzugefügt werden. Mit einem Knopfdruck erstellt das Programm schließlich auch dein komplettes Literaturverzeichnis.

Verwendest du den APA-Stil, kannst du unseren kostenlosen Scribbr APA Generator verwenden.

Vermeide letzte Plagiate mit einer Plagiatsprüfung

Du hast nun deine Abschlussarbeit fertig geschrieben, möchtest aber eine letzte Sicherheit, dass du Plagiate vermieden hast? Dann verwende eine Plagiatsprüfung.

Die Plagiatssoftware scannt deinen Text und markiert mögliche Stellen, die auf Plagiat hindeuten. Du kannst dich dann auf diese Stellen konzentrieren und sie entsprechend ausbessern.

Die Plagiatsprüfung auf Scribbr verwendet die derzeit beste Plagiatssoftware, um deine Abschlussarbeit auf Plagiate zu prüfen. Vermeide Plagiate, in dem du deine Abschlussarbeit auf Plagiate prüfst.

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Checkliste: Plagiat vermeiden

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Du weißt nun wie du kein Plagiat begehen wirst! Nutze im weiteren Verlauf deiner Abschlussarbeit einfach unsere anderen Checklisten.

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Priska Flandorfer

Priska arbeitet im Bereich Content Writing. Sie ist promovierte Sozialwissenschaftlerin und hilft gerne anderen Studierenden beim Bestehen ihrer Abschlussarbeiten.

1 Kommentar

Priska Flandorfer
Priska Flandorfer (Scribbr-Team)
8. Januar 2015 um 10:47

Danke fürs Lesen! Ich hoffe dieser Artikel hat dir weitergeholfen. Hast du noch eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und ich werde mich so schnell wie möglich bei dir zurückmelden.

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