Selbstplagiat in der Abschlussarbeit vermeiden

Als Selbstplagiat bezeichnet man die Wiederverwendung von eigenen wissenschaftlichen Texten, ohne darauf aufmerksam zu machen.

Wenn du also Abschnitte einer alten Hausarbeit in deiner Bachelorarbeit verwendest, ohne darauf hinzuweisen, spricht man von Selbstplagiat oder Eigenplagiat.

Solange du richtig zitierst und auf deiner alten Forschung aufbaust, ist es jedoch erlaubt, Material aus vorherigen wissenschaftlichen Arbeiten zu verwenden.

Das ist Selbstplagiat

Selbstplagiat ist die Wiederverwendung eigener wissenschaftlicher Texte, ohne auf die Originalarbeiten hinzuweisen.

Plagiat hingegen ist die Verwendung wissenschaftlicher Texte anderer, ohne sie richtig zu zitieren.

Selbstplagiat Beispiel

Im Rahmen des Masterstudiums belegst du einen Kurs zu empirischen Forschungsmethoden. Dort schreibst du eine Hausarbeit über die Durchführung von Beobachtungen.

Du entscheidest dich in deiner Masterarbeit ebenfalls, eine Beobachtung durchzuführen. Wenn du nun theoretische Ausführungen aus deiner ersten Hausarbeit einfach ohne Kennzeichnung kopierst, begehst du Selbstplagiat.

Fügst du jedoch im Vorwort einen Hinweis hinzu, bist du auf der sicheren Seite. Auch wenn dein Text von der Plagiatsprüfung der Uni erkannt wird, können deine Prüfenden sehen, dass du die Quelle angegeben hast.

So darfst du deine eigenen Texte verwenden

Prinzipiell ist es erlaubt, Inspiration aus deinen eigenen wissenschaftlichen Arbeiten zu schöpfen. Wichtig ist nur, dass du deine Lesenden darüber in Kenntnis setzt und eine zusätzliche Eigenleistung erbringst.

Folgendes Handeln ist erlaubt:

  • Du darfst das Thema einer alten Hausarbeit übernehmen und erweitern.
  • Es ist erlaubt, Ergebnisse aus alten wissenschaftlichen Arbeiten mit einem entsprechenden Hinweis im Vorwort aufzuführen.
  • Du kannst dich selbst zitieren, wenn deine vorherige Arbeit veröffentlicht wurde.

Folgendes Handeln ist nicht erlaubt:

  • Du darfst die gleiche Hausarbeit nicht noch einmal abgeben.
  • Es dürfen keine ganzen Abschnitte alter wissenschaftlicher Arbeiten übernommen werden, ohne darauf hinzuweisen.
  • Es ist nicht erlaubt, dich selbst aus einer nicht veröffentlichten Hausarbeit direkt zu zitieren.

In jedem Fall solltest du dein Vorgehen mit deinem Prüfenden besprechen und es dir bestätigen lassen.

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Zur Plagiatsprüfung

Selbstplagiat vermeiden

Wenn du in deiner Abschlussarbeit Elemente aus deinen alten wissenschaftlichen Arbeiten verwenden willst, ohne dass diese veröffentlicht wurden, hast du die Option, einen Hinweis ins Vorwort einzubauen.

Dieser Hinweis kann beispielsweise so aussehen:

In diese Arbeit sind die Ergebnisse meiner Hausarbeit „Wie hat sich Krisenkommunikation entwickelt?“ eingegangen, die 2018 der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Köln vorgelegt wurde.

Wurde deine wissenschaftliche Arbeit bereits veröffentlicht, sind auch solche Hinweise möglich:

Die folgenden Abschnitte wurden vorab veröffentlicht in: Müller, C. (2018). Die Entwicklung der Krisenkommunikation. Universität Köln.

Auch mit diesem Hinweis solltest du jedoch deinen alten Text noch einmal überarbeiten und neue Schlüsse und Zusammenhänge ziehen. Es ist seit dem Text bereits Zeit vergangen und du solltest in der Lage sein, auf diesem Wissen aufzubauen.

Tipp: Füge den Ergebnisteil deiner alten wissenschaftlichen Arbeit im Anhang hinzu, wenn du dich öfter darauf beziehst.

Konsequenzen von Selbstplagiat

Die Konsequenzen von Selbstplagiat können ähnlich wie beim standardmäßigen Plagiat zu der Aberkennung deiner wissenschaftlichen Titel sowie zu einer Abmahnung der Universität führen.

Urheberrechtlich können keine Strafen auf dich zukommen, da du nicht das Gedankengut anderer verwendet hast, sondern lediglich dein eigenes.

Jede Universität hat eigene Regeln, doch auch die Lehrenden und die Entwicklung der Forschung im Allgemeinen profitieren nicht von recyceltem Wissen.

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Franziska Pfeiffer

Franzi hat ihren Bachelor in Publizistik und Kommunikation in Berlin abgeschlossen und steht nun kurz vor den Masterabschluss. Sie kennt sich besonders gut mit den verschiedenen Forschungsmethoden aus und schreibt leidenschaftlich gerne Artikel, die anderen Studierenden zum Abschluss verhelfen.

1 Kommentar

Franziska Pfeiffer
Franziska Pfeiffer (Scribbr-Team)
6. Juni 2019 um 17:40

Danke fürs Lesen! Ich hoffe dieser Artikel hat dir weitergeholfen. Hast du noch eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und ich werde mich so schnell wie möglich bei dir zurückmelden.

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