Paraphrasieren: Indirekte Zitate richtig verwenden

Unter ‚Paraphrasieren‘ versteht man die Wiedergabe einer fremden Idee in eigenen Worten.

Paraphrasieren ist die Alternative zum direkten Zitieren und wird daher auch als ‚indirektes Zitieren‘ bezeichnet. Es wird empfohlen, um zu zeigen, dass du eine Quelle verstanden hast.

Wichtig beim Paraphrasieren ist, dass du …

  • … den Text in deine eigenen Worte umschreibst.
  • … den Inhalt des Textes nicht veränderst.
  • … die Quelle richtig zitierst.
Beispiel: Paraphrasieren
  • Originale Textpassage: „Sechzig Prozent der Studierenden haben ihre Kenntnisse der Zitierregeln letztes Jahr verbessert“ (Müller, 2020, S. 7).
  • Paraphrase: Im Jahr 2019 haben Hochschulen bei Studierenden eine erhebliche Verbesserung des Wissens über Zitierregeln bemerkt (Müller, 2020, S. 7).

Das kannst du paraphrasieren bzw. indirekt zitieren

Paraphrasen sind ein Merkmal der wissenschaftlichen Vorgehensweise. Du zeigst, dass du deine Literaturrecherche gründlich durchgeführt hast und dich in deinen eigenen Worten zu Theorien und Konzepten äußern kannst.

Eine Paraphrase wird auch ein indirektes Zitat genannt. Anders als beim direkten Zitat gibst du Inhalte indirekt in eigenen Worten wieder.

Beim Paraphrasieren kannst du …

  • einzelne Sätze umformulieren,
  • ganze Textpassagen in kürzeren Paraphrasen wiedergeben,
  • ganze Werke oder Theorien zusammenfassen.
Tipp
Generell solltest du in deiner wissenschaftlichen Arbeit bevorzugt Paraphrasen bzw. indirekte Zitate verwenden. Damit zeigst du, dass du die Quelle verstanden hast.

Richtig paraphrasieren in 5 Schritten

Beim Paraphrasieren ist es manchmal schwierig, nicht zu nah an der Originalquelle zu bleiben.

Um Plagiat zu vermeiden, kannst du diesen 5 Schritten folgen:

  1. Lies dir die Textpassage mehrmals durch, um sie richtig zu verstehen.
  2. Notiere dir die wesentlichen Konzepte.
  3. Schreibe deine Version des Textes auf, ohne auf das Original zu schauen.
  4. Vergleiche deinen paraphrasierten Text mit dem Original und passe ggf. zu ähnliche Formulierungen an.
  5. Füge die entsprechende Quellenangabe hinzu.
Beispiel: Richtig paraphrasieren
  • Originale Textpassage: „Ein einheitlicher Zitierstil ist wichtig“ (Neumann, 2018, S. 10).
  • Richtige Paraphrase: Neumann (2020, S. 10) betont die Notwendigkeit eines konsistenten Zitierstils.
  • Falsche Paraphrase: Laut Neumann (2020, S. 10) ist ein einheitlicher Zitierstil wichtig.

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Paraphrasen im Text angeben

Obwohl du beim Paraphrasieren keine Ideen Wort für Wort übernimmst, ist es trotzdem wichtig, dass du die Quelle angibst, aus der du die Informationen entnommen hast. So stellst du eine wissenschaftliche Arbeitsweise sicher.

Mit der Quellenangabe im Text kann deine Leserschaft die vollständige Quellenangabe im Literaturverzeichnis wiederfinden. Alles fremde Gedankengut muss gekennzeichnet werden, um Plagiat zu vermeiden.

Die Quellenangaben im Text für Paraphrasen unterscheiden sich je nach Zitierstil.

Beispiele: Quellenangaben im Text in verschiedenen Zitierstilen
APA-Standard (Müller, 2020, S. 7)
Harvard-Zitierweise (vgl. Müller 2020: 7)
Deutsche Zitierweise 1Vgl. Müller, Thomas: Quellen richtig zitieren und belegen: Eine Anleitung, 2. Aufl., München, Deutschland: Scribbr, 2020, S. 7.
MLA-Stil (Müller 7)

Um eine Paraphrase bzw. ein indirektes Zitat zu kennzeichnen, wird bei einigen Zitierweisen die Abkürzung ‚vgl.‘ (vergleiche) verwendet.

Bei Verweisen in APA-Standard ist es nicht zwingend notwendig eine Seitenzahl zu nennen. Es kann der Leserschaft jedoch helfen, deine Quelle ausfindig zu machen.

Narrative Paraphrase und Paraphrase in Klammern

Wenn du indirekt zitierst, hast du verschiedene Möglichkeiten die Quelle im Text zu integrieren.

Beispiel: Paraphrase in Klammern und narrative Paraphrase
Paraphrase in Klammern Im Jahr 2018 haben Hochschulen bei Studierenden eine erhebliche Verbesserung des Wissens über Zitierregeln bemerkt (Müller, 2019, S. 7).
Narrative Paraphrase Laut Müller (2019, S. 7) haben Hochschulen im Jahr 2018 bei Studierenden eine erhebliche Verbesserung des Wissens über Zitierregeln bemerkt.

oder auch

Im Jahr 2019 haben laut Müller (S. 7) Hochschulen bei Studierenden eine erhebliche Verbesserung des Wissens über Zitierregeln bemerkt.

Mehrere Werke paraphrasieren

Es kann vorkommen, dass du in einem Abschnitt mehrere Werke zusammenfassen möchtest.

Dann kannst du die Autoren in alphabetischer Reihenfolge auflisten und mit Semikolons voneinander trennen.

Beispiel: Mehre Werke paraphrasieren
  • Im Jahr 2018 haben Hochschulen bei Studierenden eine erhebliche Verbesserung des Wissens über Zitierregeln bemerkt (Hummels, 2015, S. 23; Müller, 2019, S. 7; Neuer, 2020, S. 33).

Lange Paraphrasen integrieren

Es kann vorkommen, dass eine Paraphrase mehrere Sätze lang ist. Wenn du beispielsweise ein Konzept oder einen wissenschaftlichen Text zusammenfasst.

Nenne dann den Verweis im Text bei der ersten Erwähnung. Solange es für deine Leserschaft eindeutig ist, dass es sich um dieselbe Quelle handelt, brauchst du die Quellenangabe nicht wiederholen.

Sobald ein neuer Paragraf beginnt oder eine andere Quelle hinzugezogen wird, musst du die Quelle erneut angeben.

Beispiel lange Paraphrasen

In einer Studie von Müller und Neuer (2019, S. 7) wurde offengelegt, dass die Mietpreise innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 9 Prozent und in europäischen Großstädten um 17 Prozent gestiegen sind. Die Studie hebt allerdings hervor, dass die Ausgabebereitschaft hingegen nur um 12 Prozent gewachsen ist. Diese Differenz führt zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung der Preise auf dem Land und in der Stadt (Reus, 2020, S. 22). Es wird außerdem deutlich, dass potenzielle Wohnungskaufende oft den tatsächlichen Preis einer Immobilie falsch einschätzen (Schmitt, 2005, S.90). Ein Grund dafür ist, dass die gegenwärtige Berichterstattung über die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt falsche Darstellungen enthält (Schmitt, 2005, S. 90; Müller & Neuer, 2019, S. 7). Die Studie von Müller und Neuer (2019, S. 7) über den europäischen Immobilienmarkt suggeriert daneben einen anderen Grund, nämlich die fehlende Intervention nationaler Regierungen und der Europäischen Union. Die Institutionen üben keinen Einfluss auf den Wohnungsmarkt aus. Müller und Neuer gehen in ihrer Studie weiterhin auf die sogenannten Mietpreisbremsen ein, die in mehreren europäischen Ländern durchgesetzt wurden, und unterstreichen ihre häufig nicht vorhandenen Auswirkungen.

Tipps zum Paraphrasieren

Eine Idee in eigenen Worten zu schreiben, kann schwierig sein, besonders wenn du keine anderen Worte für eine Aussage finden kannst.

Wir haben 4 Tipps für dich zusammengestellt, die dir das Paraphrasieren einfacher machen.

Tipps fürs Paraphrasieren:

  • Beginne dein indirektes Zitat von einem anderen Standpunkt als die Quelle z. B. durch Ändern der Reihenfolge der Informationen.
  • Verwende Synonyme, achte jedoch darauf, Fachbegriffe stets präzise zu verwenden.
  • Verändere die Satzstruktur z. B. von Aktiv zu Passiv oder durch Nominalisierungen.
  • Nutze Umformulierungen und teile die Informationen auf mehrere Sätze auf oder fasse sie in wenigen zusammen.

Paraphrasieren vs. zitieren

Häufig steht man vor der Frage, ob eher eine Paraphrase oder ein direktes Zitat angebracht wäre. In wissenschaftlichen Arbeiten solltest du jedoch deutlich öfter zur Paraphrase greifen, denn du musst beweisen, dass du ein gutes Verständnis deiner Quellen hast.

Wir haben dir die Vorteile des direkten Zitierens und des Paraphrasierens zusammengefasst.

Übersicht zitieren vs. paraphrasieren
Paraphrasieren Zitieren
Du zeigst, dass du den Text verstanden hast. Du kannst genaue Definitionen angeben.
Deine eigene Stimme bleibt in deiner Arbeit vorherrschend. Sprache und Stil einer Person können beschrieben werden.
Paraphrasen vereinfachen den Lesefluss. Argumente können präzise belegt werden.

Mehr zu zitieren vs. paraphrasieren

Plagiat vermeiden

Beim Paraphrasieren musst du besonders darauf aufpassen sein, Plagiat zu vermeiden.

Das kann vorkommen, wenn der paraphrasierte Text zu nah am originalen Text ist oder du vergisst identische Teile als direkte Zitate in Anführungszeichen zu setzen. Zudem musst du immer die Quellenangabe hinzufügen.

Mit einer Plagiatsprüfung kannst du feststellen, ob du alle Quellen korrekt zitiert hast. Dein Text wird dabei mit einer großen Datenbank verschiedenster Quellen verglichen. Stellen, die zu nah am Original sind, werden markiert. Du kannst diese anschließend umformulieren.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Paraphrase?

Eine Paraphrase ist die Wiedergabe einer fremden Idee in eigenen Worten. Das Paraphrasieren wird in wissenschaftlichen Arbeiten empfohlen, um zu zeigen, dass du eine Quelle verstanden hast.

Ist eine Paraphrase dasselbe wie ein indirektes Zitat?

Ja, eine Paraphrase ist dasselbe wie ein indirektes Zitat. Bei beiden gibst du die Quelle in eigenen Worten wieder.

Was ist der Unterschied zwischen einem direkten Zitat und einer Paraphrase?

Bei einer Paraphrase gibst du Ideen anderer in eigenen Worten wieder. Bei direkten Zitaten wird der Text jedoch wortwörtlich übernommen.

Beide Arten benötigen eine Quellenangabe im Text, damit deine Leserschaft deine Informationen nachvollziehen kann.

Wie sieht die Quellenangabe einer Paraphrase aus?

Die Quellenangabe von Paraphrasen unterscheidet sich je nach Zitierstil.

Beim APA-Standard sieht sie beispielsweise so aus: (Müller, 2020, S. 7). Wenn du die Harvard-Zitierweise verwendest, ist wie folgt: (vgl. Müller 2020: 7).

Weitere Beispiele findest du in unserem Artikel zum Paraphrasieren.

Wie kann ich Plagiat beim Paraphrasieren vermeiden?

Um sicherzustellen, dass du kein Plagiat beim Paraphrasieren zu begehen, kannst du einige Tipps befolgen. Unter anderem kannst du Synonyme nutzen oder im Sätze zusammenfassen.

Mithilfe einer Plagiatsprüfung kannst du anschließend feststellen, ob dein Text Stellen enthält, die zu nah an der Originalquelle sind. Diese werden markiert und du kannst sie anschließend umformulieren.

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Franziska Pfeiffer

Franzi hat ihren Bachelor in Publizistik und Kommunikation in Berlin abgeschlossen und steht nun kurz vor den Masterabschluss. Sie kennt sich besonders gut mit den verschiedenen Forschungsmethoden aus und schreibt leidenschaftlich gerne Artikel, die anderen Studierenden zum Abschluss verhelfen.

27 Kommentare

Kevin
10. Dezember 2020 um 14:17

Hallo, ich habe die folgende Frage:

Wenn ich eine Zusammenfassung schreiben muss von einem wissenschaftlichen text, paraphrasiere ich ja eigentlich den ganzen Text. Kann ich am ende einfach dann nur einmal angeben (vgl. Müller 2019: 208-217) oder muss ich es hinter jeden Satz schreiben?

LG
Kevin

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
10. Dezember 2020 um 18:17

Hallo Kevin,
vielen Dank für deine Frage. Nenne den Verweis immer bei der ersten Erwähnung. Solange es für deine Leserschaft eindeutig ist, dass es sich um dieselbe Quelle handelt, brauchst du die Quellenangabe nicht wiederholen.
Sobald ein neuer Paragraf beginnt oder eine andere Quelle hinzugezogen wird, musst du die Quelle erneut angeben. Ein Beispiel zu langen Paraphrasen findest du im Artikel.

Antworten

Chris
23. November 2020 um 22:43

Wird im Konjunktiv paraphrasiert?
Weil es ja auch einen Artikel über indirekt Zitieren im Konjunktiv gibt

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
24. November 2020 um 10:31

Hallo Chris,
vielen Dank für deine Frage. Den Konjunktiv verwendest du bei Paraphrasen nur, wenn du eine gewisse Distanz zu der Aussage ausdrücken möchtest. Das kann bei nicht-akademischen Quellen der Fall sein. Wissenschaftlich belegte Aussagen werden nicht im Konjunktiv formuliert. Mehr dazu kannst du in unserem Artikel zum Konjunktiv nachlesen.

Antworten

Fabi
22. November 2020 um 23:08

Hallo! Ich habe eine Frage zu Sekundärzitaten. Wenn in der Literatur, die ich mir ausgesucht habe, am Ende eines längeren Abschnitts eine Quelle in Klammern steht, ist dann der ganze Abschnitt ein Sekundärzitat? Hier ein fiktives Beispiel:
Soziale Netzwerke umfassen medientechnologische Plattformen, wie Facebook und Instagram. In Deutschland werden soziale Medien vor allem von unter 30-jährigen benutzt. (Müller 2017)

Darf ich dann diesen Abschnitt als indirektes Zitat von einbauen oder muss ich mir die genannte Quelle „Müller 2017“ anschauen und von dort zitieren?

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
23. November 2020 um 11:48

Hallo Fabi,
vielen Dank für deine Frage. Wenn du dir die originale Quelle (Müller) beschaffen kannst, solltest du aus dieser zitieren. Falls dies nicht möglich ist, kannst du die Quelle als Sekundärzitat mit "zitiert nach" angeben.

Antworten

Anna
15. November 2020 um 15:30

Hallo liebes Scribbr-Team,
vielen Dank für den hilfreichen Artikel!
Ich hätte eine Frage bezüglich des Paraphrasierens von >=2 Quellen.
Wenn ich einen verschachtelten Satz habe bzw. einen Haupt- und einen Nebensatz habe: Setzte ich die Quellen dann trotzdem beide ans Ende des gesamten Satzes oder die jeweilige Quelle für die verschiedenen Aussagen der Sätze vor das jeweilige Komma/ den jeweiligen Punkt?

imaginäres Beispiel:
Es gibt eine große Notwendigkeit für die Entwicklung neuer Asthmamedikamente für chronische Stadien (Quelle 1), daher wurde ein Tiermodell verwendet, dass das chronische Stadium besser abbildet (Quelle 2).
ODER
Es gibt eine große Notwendigkeit für die Entwicklung neuer Asthmamedikamente für chronische Stadien, daher wurde ein Tiermodell verwendet, dass das chronische Stadium besser abbildet (Quelle 1; Quelle 2)

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
16. November 2020 um 12:29

Hallo Anna,
vielen Dank für deine Frage. In diesem Fall musst du Variante 2 verwenden, bei den beide Quellenangaben in einer Klammer am Ende des Satzes stehen. Verwendest du jedoch an einer Stelle ein direktes Zitat, dann muss die Quellenangabe direkt dahinter stehen.

Antworten

Hanna
20. Oktober 2020 um 13:00

Hallo :),

ich habe eine Frage zum Paraphrasieren. Und zwar zitiere ich folgendermaßen .... (vgl. Meier 2005, S. XY). Für den Fall, dass ich aber den Satz mit Meier (2005) führt an ... beginne, muss ich dann auch eine Seitenzahl angeben? Wenn ja, an welcher Stelle? Ich habe gelesen, dass die Angabe der Seitenzahl nicht zwingend erforderlich ist, aber da ich sie sonst angebe, habe ich nun Bedenken, dass mein Zitierstil nicht "einheitlich" ist!?

Liebe Grüße

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
20. Oktober 2020 um 13:33

Hallo Hanna,
vielen Dank für deine Frage. Wenn du bei deinen Paraphrasen einheitlich die Seitenzahlen angeben möchtest, solltest du das überall machen. Du kannst in diesem Fall die Seitenzahl direkt hinter die Jahreszahl in Klammern setzen, z. B. Meier (2005, S. XY). Beachte dabei, dass bei den APA-Richtlinien generell kein "vgl." verwendet wird. Falls es anders mit deiner Betreuungsperson abgesprochen ist, solltest du es natürlich verwenden.

Antworten

Hanna
20. Oktober 2020 um 18:18

Liebe Mandy,

Danke für deine Rückmeldung. :-) Ja, normalerweise sollte bei APA kein vgl. verwendet werden, aber unsere Handreichung für das wissenschaftliche Arbeiten setzt das an unserer Hochschule voraus. :/
Liebe Grüße

Antworten

Dita
6. Oktober 2020 um 17:03

Hallo ich habe folgende Frage:

wenn ich eine Textstelle aus einem Buch paraphrasieren möchte, die der Autor selber aus einem oder mehreren Büchern paraphrasiert hat, reicht es dann, wenn ich das Buch als Quelle angebe, das ich selbst gelesen habe? Oder ist es wie bei dem direkten Zitieren von Zitaten, dass ich dann angeben muss, dass es eine Paraphrase in der Paraphrase ist?

Danke schon mal und Liebe Grüße

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
8. Oktober 2020 um 13:56

Hallo Dita,
vielen Dank für deine Frage. Es würde sich dabei um ein Sekundärzitat handeln, das du mit der Abkürzung "zitiert nach" angibst. Wenn der Autor aus mehreren Quellen zitiert hat und dadurch Informationen "zusammenfasst", kannst du diesen Autor direkt als Primärliteratur zitieren.

Antworten

Max
24. August 2020 um 22:48

Hi! Vielen Dank für die Unterstützung.

Meine Frage: Muss ich beim Paraphrasieren zwingend den Konjunktiv benutzen?

Bsp: "Dies sei keine gültige Methode." vs. "Dies ist keine gültige Methode".

Kann ich auch zwischen Indikativ und Konjunktiv hin und her wechseln?

Vielen Dank!

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
28. August 2020 um 16:26

Hallo Max,
vielen Dank für deine Frage. Den Konjunktiv solltest du in deiner Arbeit eher sparsam verwenden. Du drückst damit eine gewisse Distanz zu der Information aus und zweifelst dadurch die Korrektheit an. Ein Umweg ist es, Formulierungen zu verwenden wie "Laut XY..." oder "XY zufolge...".

Antworten

Marco Ferrari
6. August 2020 um 13:31

Liebes Scribbr-Team,

Vielen Dank für den Beitrag. Ich hätte jedoch noch eine Frage bei der es um das einbinden von wörtlichen Zitaten in indirekte Zitate geht. Wie mache ich die wörtliche Übernahme in einem indirekt zitierten Text kenntlich? Genügen Anführungszeichen?
Wie ist es bei der Quellenangabe? Genügt die Quellenangabe am Ende des indirekten Zitats inklusive Seitenzahl oder muss die Quelle auch extra nochmal hinter das direkte Zitat im indirekten Zitat?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Beste Grüße

Marco

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
6. August 2020 um 17:21

Hallo Marco,
bei wörtlicher Übernahme innerhalb eines paraphrasierten Abschnitts musst du Anführungszeichen verwenden. Gib die genaue Seitenzahl direkt hinter dem direkten Zitat an. Die Quelle kannst du am Ende des Satzes nennen. Um es nicht zu kompliziert zu machen, kannst du auch überlegen deine Satzstruktur umzustellen oder ausschließlich zu paraphrasieren.

Antworten

Ella
21. Juli 2020 um 11:17

Hallo,

muss man bei der deutschen Zitierweise die Hochzahl zur Fußnote vor oder hinter den Punkt (Satzende) stellen?

LG

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
23. Juli 2020 um 18:28

Hallo Ella,
vielen Dank für deine Nachricht. Bei der deutschen Zitierweise steht die Hochzahl nach dem jeweiligen Satzzeichen bzw. Punkt. In der Fußnote sollte bei sinngemäßen Zitaten ein Vgl. der Quellenangabe vorausgehen.

Antworten

Susanne
22. Juni 2020 um 15:42

Hallo,

wenn ich mit dem APA Stil paraphrasiere, dann ist eine Seitenzahl, anders als beim direkten Zitat, bei der Quellenangabe nicht nötig, ist das richtig? Sprich hinter der Paraphrase würde beispielsweise stehen: "(Müller, 2019)." Bei einem direkten Zitat würde stehen: "(Müller, 2019, 1).". Ist das richtig?

Danke,

Susanne

Antworten

Annika Heinemeyer
Annika Heinemeyer (Scribbr-Team)
22. Juni 2020 um 19:03

Hallo Susanne,
ganz genau, bei einer Paraphrase muss keine Seitenzahl angegeben werden. Bei einem direkten Zitat ist das Format (Müller, 2019, S. 1). :) Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte.

Antworten

Jakob
5. Mai 2020 um 16:36

Wenn im zitierten Text ein direktes Zitat benutzt wurde und ich dieses in einer Paraphrasierung in meinem Text benutze, gebe ich dann als Quelle das Zitat an (unter Verweis auf den Text, den ich als Quelle benutze- also „vgl. XXX 2015, S. 15 in YYY 2018, S. 18) oder reicht der Verweis auf den von mir verwendeten Text (vgl. YYY 2018, S. 18)?
Vielen Dank im voraus!

Antworten

Annika Heinemeyer
Annika Heinemeyer (Scribbr-Team)
19. Mai 2020 um 13:50

Hallo Jakob,
vielen Dank für deine Frage. Was du beschreibst wird als Zitat im Zitat bezeichnet. Zitate innerhalb von einem Zitat werden grundsätzlich unverändert zusammen mit dem größeren Zitat übernommen. Um kenntlich zu machen, dass es ein übernommenes Zitat ist, setzt du dies in einfache Anführungszeichen. Wichtig ist, dass du das ‚Hauptzitat‘ mit einer Quellenangabe kennzeichnest. In dem Fall gibst du nur die Quelle von dem von dir verwendeten Text an.

Anders ist wenn, wenn du nur das direkte Zitat übernehmen wollen würdest. Dies wäre ein Sekundärzitat, das du mit zitiert nach in deinem Quellenverweis zitierst. In dem Fall würdest du beide Quellen Verweis im Text nennen. Im Literaturverzeichnis steht allerdings nur die Quelle, die du auch wirklich gelesen hast. Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte. :)

Antworten

Elmi
26. März 2020 um 00:58

Hallo liebes Scribbor- Team,

ich muss mit APA 6 th Edition zitieren.
Sollte ich eine Wortkombination aus 2 Worten auch schon als direktes Zitat kennzeichnen oder würde dies, wenn der Rest des Satzes mit meinen eigenen Worten wiedergegeben wurde, noch als Paraphrase zählen? Bei der Wortkombi handelt es sich um eine akurate Begriffsbeschreibung, die ich thematisch gerne verwenden würde.
Und wie muss ich Zitieren wenn ich bei zwei aufeinanderfolgenden Zitaten die gleiche Quelle verwende, es sich aber einmal um eine Paraphrase und beim anderen Zitat um ein wörtliches handelt?

Beste Grüße
Elmi

Antworten

Annika Heinemeyer
Annika Heinemeyer (Scribbr-Team)
26. März 2020 um 10:24

Hallo Elmi,
vielen Dank für deine Frage. Zu deiner ersten Frage würde ich sagen, dass du gerade akkurate Begriffsbeschreibungen, Definitionen oder genaue Argumentationen anderer Autor*innen als direktes Zitat angeben solltest.
Zu deiner zweiten Frage: Du kannst bei beiden Zitaten die Quellenangabe ganz normal angeben. Die Quellenangabe im Text besteht dabei bei beiden Zitaten aus den Informationen Autor, Jahr und Seitenzahl. :) Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte.

Antworten

Stephanie K.
17. März 2020 um 15:06

Guten Tag Scribbr-Team,
wenn ich einen Satz aus dem Buch entnehme und ich Wörter Daraus benutze und die dann umschreibe ist das dann Paraphrasieren oder nicht ?

Antworten

Annika Heinemeyer
Annika Heinemeyer (Scribbr-Team)
18. März 2020 um 10:06

Hallo Stephanie,
vielen Dank für deine Frage. Genau, wenn du Wörter aus einer anderen Quelle übernimmst und sinngemäß wiedergibst, ist das Paraphrasieren. Denke daran, auch für Paraphrasen eine Quellenangabe zu machen. :) Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte.

Antworten

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