Exposé Beispiel für Bachelorarbeit und Masterarbeit mit Deckblatt

Dieses Beispiel des Exposés für eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit kannst du als Leitfaden für das Schreiben deines eigenen Exposés verwenden.

Neben jedem Gliederungspunkt findest du einen Hinweis dazu was du dort alles erwähnen musst.

Du kannst dieses Beispiel als Leitfaden für dein eigenes Exposé nutzen. Lade das Beispiel inklusive Deckblatt als .docx-Dokument herunter und ersetze es mit den Inhalten deiner Bachelorarbeit oder Masterarbeit.

Das gehört in das Exposé deiner Bachelorarbeit bzw. Masterarbeit

Das Exposé gibt einen Überblick über Inhalt, Zeitplanung, Literatur sowie Forschungskonzept deiner Abschlussarbeit. Es ist ein erster wissenschaftlicher Projektplan, wo sich Titel, Ideen und Aufbau jederzeit noch ändern können.

Ein maßgeblicher Unterschied zwischen dem Exposé einer Bachelorarbeit und einer Masterarbeit ist der Umfang. Während das Exposé einer Bachelorarbeit circa 2-5 Seiten lang ist, beträgt die Länge des Exposés einer Masterarbeit circa 5-10 Seiten.

Exposé Beispiel

Exposé

Problemstellung
Rückblickend wurde im Jahr 2017 von einem politischen Akteur in den Nachrichten wiederholt berichtet: US-Präsident Donald J. Trump. Sein unerwarteter Wahlerfolg und seine unkonventionelle Politik wurden sowohl in den Vereinigten Staaten als auch international in den Medien umfassend thematisiert.

Seine neuartige Nutzung sozialer Medien zum Ausdruck politischer sowie persönlicher Meinung stach hier besonders hervor, wobei Trumps Verhalten zahlreiche Kontroversen auslöste sowie neue Formen der politischen Kommunikation aufzeigte. An seinem Verhalten zeigt sich, wie ein politischer Akteur die Medienagenda bestimmen kann.

Zielsetzung und Erkenntnisinteresse
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, das Two-Step-Flow-Modell und das Konzept von Opinion-Leadership zu analysieren, um die Frage zu beantworten, wie diese auf den heutigen Informationsfluss in sozialen Medien angewendet werden können. Entworfen wurde das Two-Step-Flow-Modell 1948 von Lazarsfeld, Berelson sowie Gaudet und wird hier auf den Mikroblogging-Dienst Twitter angewandt.

Das Tweetverhalten von US-Präsident Donald Trump wird untersucht und anhand einer Case-Study mit der klassischen Kommunikationstheorie verglichen, um zu ermitteln, ob die Theorie auf soziale Netzwerke angewendet werden kann.

Folgende Punkte sind die Ziele der Arbeit:

  • Die Studienergebnisse zu Trumps Tweetverhalten zusammenfassen,
  • den Fall Nordstrom beschreiben und analysieren (Nachzeichnung des
    Two-Step-Flows),
  • und anhand der Ergebnisse die folgende Forschungsfrage beantworten:
    Inwiefern erfüllt Donald Trumps Twittergebrauch die Kriterien von virtueller Meinungsführerschaft?

Es wird erwartet, dass gemäß den Forschungsergebnissen die Meinung in der Bevölkerung gegenüber Trump verglichen mit anderen Opinion-Leadern durchschnittlich negativer behaftet ist. Außerdem ist damit zu rechnen, dass seine Opinion-Followers aus einer Personengruppe stammen, die Trump wählen.

Forschungsstand und theoretische Grundlage
In sozialen Gruppen existieren Meinungsführende (Opinion-Leaders), die als Fachleute sowie Ratgebende für bestimmte Themen gelten und die im Rahmen interpersonaler Kommunikation ihre Bewertungen, Interpretationen oder Meinungen an die Meinungsfolgenden (Opinion-Followers) weitergeben (Lazarsfeld, Berelson & Gaudet, 1948). Daneben bezeichnen ‚virtuelle Meinungsführer‘ Medienpersönlichkeiten, die hohes Vertrauen und Ansehen genießen, mit denen jedoch nicht interpersonal kommuniziert wird (Katz, 1957).

Infolge der erhöhten Nutzung sozialer Medien wird die Gültigkeit der Theorie jedoch infrage gestellt: Bennett und Manheim (2006) stellten fest, dass die Grenzen zwischen den Medien, den Meinungsführenden und der Öffentlichkeit bei sozialen Medien verschwimmen. Thorson und Wells (2015) entwarfen daher ein neues Modell, das explizit den Informationsfluss in sozialen Netzwerken beschreibt.

Wie sich der Two-Step-Flow und das Konzept des Opinion-Leadership auf Twitter anwenden lassen, wurde noch nicht in der Literatur behandelt und der Aspekt der politischen Kommunikation wurde ebenfalls weitgehend vernachlässigt.

Forschungskonzept
Die folgenden Fragen sollen in dieser Arbeit beantwortet werden:

  • Entspricht Trumps Tweetverhalten dem eines klassischen Opinion-Leaders?
  • Wer gehört zu Trumps Opinion-Followers?
  • Wie gestaltet sich der Two-Step-Flow, wenn Trump bspw. negativ über Unternehmen tweetet?

Um den Two-Step-Flow zu visualisieren, wird der Fall Nordstrom betrachtet. Hierbei handelt es sich um eine Kaufhauskette, die sich gegen die Weiterführung der Modelinie von Trumps Tochter Ivanka entschied. Kurze Zeit später veröffentlichte Donald Trump einen Tweet darüber, dass das Unternehmen seine Tochter ungerecht behandelt habe.

Im Rahmen der Bachelorarbeit werden die folgenden methodischen Schritte umgesetzt:

  1. Eine Case-Study wird durchgeführt, um zu untersuchen, welche Auswirkungen der Tweet auf die Medienlandschaft hatte.
  2. Es wird analysiert, wie das Weiße Haus daraufhin kommunizierte und wie die Nachricht von den Medien aufgegriffen wurde.
  3. Der Two-Step-Flow wird visualisiert und der Agenda-Building-Prozess untersucht.

Dabei wird die Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse verwendet, um die Kommunikation in den sozialen Medien im Fall Nordstrom zu analysieren. Als Datensatz dienen alle relevanten Beiträge (Tweets) auf der Plattform Twitter, in denen über den Fall Nordstrom kommuniziert wird.

Vorläufige Gliederung

  1. 1 Einleitung
  2. 2 Kommunikation auf Twitter
    1. 2.1 Funktionen von Twitter
    2. 2.2 Hauptmerkmale von Twitter
    3. 2.3 Politische Kommunikation auf Twitter
  3. 3 Opinion-Leader und Two-Step-Flow
    1. 3.1 Theoretischer Rahmen
    2. 3.2 Theoretische Kritik am Two-Step-Flow
    3. 3.3 Soziale Netzwerke als Schauplatz für Opinion-Leadership
  4. 4 Methodik
  5. 5 Donald Trump auf Twitter
    1. 5.1 Trumps Nutzung von Twitter
    2. 5.2 Case-Study der Kaufhauskette Nordstrom
  6. 6 Diskussion und Fazit

Zeitplan
Dauer: Sieben Wochen
01.01.2018-19.02.2018

Bis 07.01.: Literaturrecherche
Bis 15.01.: Thematische Hinführung + Hypothesen
Bis 23.01.: Rohfassung Hauptteil
Bis 01.02.: Rohfassung empirische Untersuchung
Bis 05.02.: Rohfassung Einleitung + Schluss
Bis 12.02.: Überarbeitung + Korrektur
Bis 15.02.: Layout + Titelblatt
Bis 17.02.: Druck
Bis 19.02.: Abgabe

Literaturverzeichnis

  • Bennett, W. L., & Manheim, J. B. (2006). The One-Step Flow of Communication. The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, 608(1), pp. 213–232.
  • Crockett, Z. (2016). What I learned analysing 7 months of Donald Trump’s tweets. Vox. Retrieved from https://www.vox.com/2016/5/16/11603854/donald-trump-twitter
  • Katz, E. (1957). The two-step flow of communication: An up-to-date report on an hypothesis. Public Opinion Quarterly, 21(1), 61–78.
  • Katz, E., & Lazarsfeld, P. (1955). Personal influence: The part played by people in the flow of mass communications. New York: Free Press.
  • Lazarsfeld, L., Berelson, B., & Gaudet, H. (1948). The people’s choice: How the voter makes up his mind in a presidential campaign. New York: Columbia University Press.
  • Ott, B. (2017). The age of Twitter: Donald J. Trump and the politics of debasement. Critical Studies in Media Communication, 34(1), 59–68.
  • Thorson, K. & Wells, C. (2015). Curated flows: A framework for mapping media exposure in the digital age. Communication Theory, 26(3), 309–328

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Franziska Pfeiffer

Franzi hat ihren Bachelor in Publizistik und Kommunikation in Berlin abgeschlossen und steht nun kurz vor den Masterabschluss. Sie kennt sich besonders gut mit den verschiedenen Forschungsmethoden aus und schreibt leidenschaftlich gerne Artikel, die anderen Studierenden zum Abschluss verhelfen.