Überblick deiner Abschlussarbeit

Während du an deiner Arbeit schreibst, stößt du manchmal auf Passagen, bei denen du dich recht häufig selbst wiederholst.

Wenn du eine Vielzahl an Informationen auf dieselbe Art und Weise präsentierst, ist das häufig eine Folge davon, dass du mit Synonymen oder alternativen Möglichkeiten, Dinge auszudrücken, nicht vertraut bist.

Dies passiert häufig in der Einleitung, wo von dir erwartet wird, dass du den Aufbau (oder den Überblick) deiner Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation vorstellst.

Allerdings gibt es nicht viele verschiedene Möglichkeiten, um darzulegen, was beispielsweise in Kapitel 2 enthalten ist – oder etwa doch?

Formulierungsmöglichkeiten

Die meisten Autoren neigen dazu, dieselben Wörter und Satzkonstruktionen immer und immer wieder zu verwenden, wenn sie die Inhalte ihrer Abschlussarbeit präsentieren oder ihren Aufbau skizzieren. Diese Wiederholungen machen diese Abschnitte eines Textes jedoch sehr monoton für deine Leser.

Die unten angeführten Möglichkeiten werden dir dabei helfen, Abwechslung in deine Formulierungen zu bringen und dein Schreiben interessant zu gestalten.

Beispiel 1: Die „Ich“-Konstruktion
In Kapitel 1 erörtere ich die Ursache des Problems. In Kapitel 2 bespreche ich anschließend die Literatur und im dritten Kapitel diskutiere ich die Methoden.

Wie das obige Beispiel 1 zeigt, handelt es sich bei der „Ich“-Konstruktion um eine Möglichkeit der Formulierung. Diese Form ist jedoch nicht immer erforderlich und erwünscht.

Darüber hinaus kannst du auch die Passivform verwenden:

Beispiel 2: Die Passivkonstruktion
Eine Einführung in das Problem erfolgt in Kapitel 1 und die einschlägige Literatur wird in Kapitel 2 besprochen.

In einem Überblick wird häufig das Passiv verwendet, da der Zusammenhang dort deutlich macht, wer die handelnde Person ist. Wenn du das Passiv in anderen Abschnitten deiner Arbeit verwendest, bewirkt dies möglicherweise, dass dein Text zu vage wird.

Eine weitere Möglichkeit, deine Informationen zu präsentieren, ist die Verwendung der sogenannten „IS-AV“- (oder unbelebtes Subjekt mit einem aktiven Verb) Konstruktion:

Beispiel 3: Die IS-AV-Konstruktion
Kapitel 1 gibt eine Einführung in das Problem und Kapitel 2 bespricht die einschlägige Literatur.

Da ein Kapitel ein unbelebtes Objekt ist, ist es nicht selbst dazu in der Lage, eine Handlung (wie „in etwas einführen“ oder „etwas besprechen“) auszuführen. Dennoch wäre die Bedeutung des Satzes immer noch leicht verständlich.

Die Verwendung der IS-AV-Konstruktion ist eine gängige Methode, um etwas Abwechslung in einen Text zu bringen. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn du die Inhalte deiner Abschlussarbeit vorstellst, deine Ziele besprichst und deine Ergebnisse präsentierst.

Die folgenden Konstruktionen sind auch hilfreiche Möglichkeiten, die du berücksichtigen kannst:

Beispiel 4
Kapitel 1 soll die Teilfrage 1 beantworten. (Innerhalb deiner Ziele)
Beispiel 5
Die Ergebnisse des vierten Kapitels zeigen, dass… (Innerhalb deiner Ergebnisse)

Das folgende Beispiel zeigt abschließend, wie eine Mischung verschiedener Konstruktionen aussehen könnte:

Beispiel 6
Die Ergebnisse des vierten Kapitels zeigen, dass… (Innerhalb deiner Ergebnisse)

Nützliche Verben

Bestimmt kannst du Sachverhalte besprechen, präsentieren, beweisen oder aufzeigen – aber was kannst du in dem Überblick deiner Abschlussarbeit noch „tun“?

Verben zur abwechslungsreichen Gestaltung:

Abzielen Erläutern
Anführen Formulieren
Ansprechen Geben
Aufdecken Hervorheben
Aufzeigen Herausstellen
Behandeln Hinweisen
Behaupten Konzentrieren auf
Berichten Postulieren
Beschreiben Präsentieren
Bestimmen Spekulieren
Betonen Stützen
Betreffen Untersuchen
Darlegen Vergleichen
Definieren Verwenden
Einblick geben Verdeutlichen
Einführen Vorschlagen
Empfehlen Widerlegen
Entgegnen Zusammenfassen
Erklären

Hinweis: Achte darauf, die Bedeutung eines Verbes genau zu überprüfen, bevor du es in deinen Text einbaust. Neben der Überprüfung, ob du es, was seine Bedeutung betrifft, auf die richtige Art verwendest, ist es auch wichtig, dass du sicherstellst, dass es mit der Satzkonstruktion kompatibel ist.

Beispielsweise funktionieren die folgenden Verben gut in der Passivform, mit anderen Konstruktionen jedoch nicht:

  • Beruht auf
  • Ist von zentraler Bedeutung
  • Widmet sich

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Am wichtigsten ist jedoch, dass du konsequent bei deiner Entscheidung bleibst. Wir haben auch eine allgemeine Anleitung zur Verwendung von Zahlen in deiner Abschlussarbeit vorbereitet.

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Desiree Korath

Desiree studiert im Masterstudium Germanistik in Innsbruck. Sie begeistert sich für Sprachen und Literatur. Das Überarbeiten von Texten bereitet ihr noch mehr Freude als das Schreiben selbst.

1 Kommentar

Desiree Korath
Desiree Korath (Scribbr-Team)
13. November 2015 um 13:06

Danke fürs Lesen! Ich hoffe dieser Artikel hat dir weitergeholfen. Hast du noch eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und ich werde mich so schnell wie möglich bei dir zurückmelden.

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