Interne Validität – Das gibt es zu beachten

Interne Validität bezieht sich auf die Qualität deines Forschungsdesigns. Eine Forschung ist intern valide, wenn du die richtigen Schlussfolgerungen aus den gewählten Forschungsmethoden ableiten kannst.

Wir zeigen dir, wie du sichergehen kannst, dass die Forschung in deiner wissenschaftlichen Arbeit intern valide ist.

Interne Validität Definition

Die Ergebnisse einer Untersuchung sind intern valide, wenn sie tatsächlich das messen, was sie messen sollen und somit glaubwürdige Ergebnisse liefern. Du kannst die interne Validität deiner Forschung verbessern, wenn du systematische Fehler weitestgehend vermeidest.

Die externe Validität deiner wissenschaftlichen Arbeit sollte ebenfalls gegeben sein. Das bedeutet, dass sich deine Ergebnisse auch außerhalb deiner Forschung anwenden lassen. Auch die Reliabilität ist Voraussetzung deiner wissenschaftlichen Arbeit. Hier geht es darum, ob deine Forschung reproduzierbar ist.

So könnte beispielsweise die interne Validität bei einem Experiment gewährleistet werden:

Beispiel Interne Validität bei einem Experiment

Du führst ein Experiment durch, um den Effekt von Alkohol auf die Fahrtauglichkeit zu messen. Du teilst eine Gruppe in zwei Untergruppen. Eine Gruppe bekommt zwei Gläser Bier, die andere nicht.

Anschließend lässt du beide Gruppen eine bestimmte Anzahl an Übungen in einem Auto machen. Du beobachtest nicht in einer Bar, was passiert, wenn jemand mehr als ein Glas Bier trinkt, sondern planst das ganze Experiment selbst und führst es durch. Auf diese Weise kannst du die Situation unter Kontrolle halten. Du willst, dass die Probanden genau zwei Gläser Bier trinken, nicht mehr und nicht weniger. Auf diesem Weg stellst du sicher, dass die interne Validität hoch ist.

Merke: Bei einem Experiment ist die Zusammenstellung der Gruppe von großer Bedeutung. Alle Probanden müssen eine Anzahl an Eigenschaften, wie in diesem Fall z. B. das Gewicht, gemeinsam haben.

Einflussfaktoren auf die interne Validität

Verschiedene Situationen können die interne Validität gefährden, beispielsweise

  • die Methode zur Auswahl der Probanden,
  • äußere Einwirkungen,
  • automatische Veränderungen,
  • ein Testeffekt
  • oder sozial erwünschte Antworten.

In den nächsten zwei Beispielen siehst du, wie diese Faktoren die interne Validität bei einem Interview und einer Beobachtung gefährden können.

Beispiel interne Validität bei einem Interview

Du fragst Leute in einem Interview, ob sie sich immer zweimal täglich die Zähne putzen. Die meisten werden sagen, dass sie es tun. Es kann sein, dass du bei vielen Leuten aber ein anderes Verhalten beobachten wirst, denn sie haben nicht wahrheitsgemäß, sondern sozial erwünscht geantwortet.

Ihre Aussage stimmt also nicht mit ihrem tatsächlichen Verhalten überein. Die Forschung ist reliabel, weil die Befragten vermutlich unter denselben Umständen verschiedenen Forschern die gleiche Antwort geben würden. Die Forschung (das Interview) alleine spiegelt jedoch nicht die Realität wider und ist daher nicht intern valide.

Beispiel interne Validität bei einer Beobachtung

Du untersuchst die sozialen Kompetenzen von Kindern im Alter zwischen 4 und 12 Jahren. Im Rahmen deiner Forschung hast du bei der statistischen Analyse eine Formel nicht korrekt angewendet. Die Ergebnisse können nicht verwendet werden und sind daher nicht intern valide. Es kann sein, dass du eine falsche Formel noch ausgleichen kannst, aber nicht diese.

Eine der Fragen in einer Umfrage lautet: „Welche Art von Sport betreibst du?“

  1. Teamsport
  2. Individualsport

Ein Befragter, der sowohl Individual- als auch Teamsport betreibt, kann nicht beides auswählen. Daher ist die interne Validität deiner Forschung nicht gegeben.

Die interne Validität ist also ein wichtiger Faktor, den du beim Schreiben deiner wissenschaftlichen Arbeit im Hinterkopf behalten solltest. Ebenfalls solltest du dir der folgenden Gütekriterien bewusst sein:

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Franziska Pfeiffer

Franzi arbeitet im Bereich Content Marketing und für den deutschen Support von Scribbr. Sie macht gerade ihren Master in Amsterdam und schreibt leidenschaftlich gerne Artikel, um anderen Studierenden beim Bestehen ihrer Abschlussarbeiten zu helfen.

1 Kommentar

Franziska Pfeiffer
Franziska Pfeiffer (Scribbr-Team)
24. Juli 2018 um 13:28

Danke fürs Lesen! Ich hoffe dieser Artikel hat dir weitergeholfen. Hast du noch eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und ich werde mich so schnell wie möglich bei dir zurückmelden.

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