Peer-Review einfach erklärt

Sobald du deine Forschungsergebnisse bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift, also in einem Journal, einreichen möchtest, wirst du mit einem Peer-Review Verfahren konfrontiert.

Bei einem Peer-Review wird dein wissenschaftlicher Artikel, auch Paper genannt, von unabhängigen Begutachtenden aus demselben Fachgebiet, also von Peers, bewertet.

Wann Peer-Review wichtig wird

Wenn du Teile deiner Masterarbeit oder Dissertation publizieren möchtest und generell eine wissenschaftliche Karriere anstrebst, dann musst du dich mit Peer-Review Verfahren auskennen.

Denn je mehr hochwertige Publikationen du vorweisen kannst, desto besser ist das für deine Karriere in der Wissenschaft.

Hochwertig ist deine Publikation dann, wenn sie in wissenschaftlich anerkannten Journals akzeptiert wird.

Ablauf eines Peer-Reviews

Bevor du dein Paper einreichst, suchst du ein hochbewertetes Journal, das zum Thema deines Papers passt.

Peer-Review Verfahren mit Beispiel

Nach der Einreichung entscheiden die Herausgebenden des Journals, ob sich dein Paper generell als Publikation eignet. Ist das der Fall, wird es zur Begutachtung freigegeben.

Die Begutachtenden, auch Reviewer genannt, empfehlen dem Herausgeber des Journals, ob sie deinen Artikel für eine Publikation akzeptieren oder ablehnen würden.

Empfehlen die Reviewer geringe oder größere Änderungen, dann musst du den Artikel entsprechend überarbeiten und noch einmal zur Begutachtung einreichen.

Sind der Herausgeber und die Reviewer mit der Überarbeitung schließlich zufrieden, wird dein Paper in dem Journal publiziert.

Beachte: Jeder kann einen wissenschaftlichen Artikel bei einem Journal einreichen. Allerdings ist es besser, wenn du bereits an einer Universität oder in einem Forschungsinstitut arbeitest. Peer-Reviews sind in den meisten Fällen kostenlos.

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Formen von Peer-Review

Die beiden häufigsten Formen des Peer-Reviews sind:

  • Single-Blind-Verfahren: Die Einreichenden wissen nicht, wer den Artikel beurteilt.
  • Double-Blind-Verfahren: Diejenigen, die den Artikel einreichen, wissen nicht, wer ihn beurteilt und diejenigen, die den Artikel beurteilen wissen nicht, wer ihn eingereicht hat.

Durch die Anonymität ist gewährleistet, dass nicht die Einreichenden, sondern der Artikel objektiv beurteilt wird.

Welches Verfahren zur Anwendung kommt, entscheiden die jeweiligen Herausgeber der Journals.

Nachteile von Peer-Review

Peer-Reviews dienen der wissenschaftlichen Qualitätskontrolle. So können die Begutachtenden durch ihre Anmerkungen wesentlich zur Verbesserung deines Artikels beitragen.

Ein Peer-Review Verfahren kann aber auch Nachteile haben. Du solltest dich mit diesen auseinandersetzen, damit du weißt, was auf dich zukommen kann.

Diese Nachteile können dich beim Peer-Review Verfahren konkret erwarten:

  • Die Antwort vom Herausgeber der wissenschaftlichen Zeitschrift, bei der du dein Paper eingereicht hast, kann länger dauern.
  • Der Herausgeber findet keine Reviewer oder die Suche dauert lange.
  • Die Reviewer haben meist lange Zeit, um deinen Artikel zu beurteilen. Du musst also mit längeren Bearbeitungszeiten rechnen.
  • Die Gutachten sind mangelhaft:
    • Die Reviewer sind wenig geeignet für dein Thema oder die Forschungsmethode.
    • Die Begutachtenden möchten in ihrem Review, dass du ihre Artikel häufiger zitierst.
    • Die Begutachtung ist nicht objektiv, wenn die Reviewer in ihrer Denkschule zu sehr verankert sind und keine neuen Ideen zulassen.
  • Je nach der Anzahl der geforderten Überarbeitungen durch die Reviewer dauert es lange, bis dein Artikel publiziert wird.

Obwohl es Kritik am Peer-Review Verfahren gibt, eignet es sich nach wie vor gut für die Beurteilung von Publikationen.

Herausgeber von Zeitschriften sind bestrebt, die Kritikpunkte durch entsprechende Maßnahmen zu verbessern.

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Priska Flandorfer

Priska arbeitet im Bereich Content Writing. Sie ist promovierte Sozialwissenschaftlerin und hilft gerne anderen Studierenden beim Bestehen ihrer Abschlussarbeiten.

1 Kommentar

Priska Flandorfer
Priska Flandorfer (Scribbr-Team)
30. Oktober 2018 um 14:18

Danke fürs Lesen! Ich hoffe dieser Artikel hat dir weitergeholfen. Hast du noch eine Frage? Hinterlasse einen Kommentar und ich werde mich so schnell wie möglich bei dir zurückmelden.

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