Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring für die Bachelorarbeit nutzen

Die qualitative Inhaltsanalyse dient zur systematischen Bearbeitung von Material, um die Forschungsfrage deiner wissenschaftlichen Arbeit zu beantworten. Nicht nur Texte, sondern auch Musik oder Bilder können analysiert werden.

Der deutsche Psychologe Philipp Mayring hat dazu ein Modell mit mehreren Schritten entwickelt, an dem sich Studierende orientieren können.

Wir haben dir Mayrings Methode in 5 einfachen Schritten zusammengefasst und zeigen dir, wann sich eine qualitative Inhaltsanalyse als Methode für deine Bachelorarbeit bzw. Masterarbeit eignet.

Ziel der qualitativen Inhaltsanalyse

Die qualitative Inhaltsanalyse wurde entwickelt, um Texte und anderes Kommunikationsmaterial detailliert auszuwerten und damit ein Forschungsinteresse zu beantworten.

Es geht bei der qualitativen Inhaltsanalyse darum, anhand eher weniger Texte neue theoretische Überlegungen im Bereich deiner Forschungsfrage aufzustellen.

Besonders wichtig ist dabei, dass die Forschungsfrage genauestens formuliert ist, denn an ihr machst du deine Vorgehensweise für die qualitative Inhaltsanalyse fest.

Themen für die qualitative Inhaltsanalyse:

Mögliche Themen-Ideen für die qualitative Inhaltsanalyse könnten folgendermaßen aussehen.

  • Du könntest untersuchen, ob manche Themen mehr Aufmerksamkeit von den Medien erhalten als andere.
    Beispiel Forschungsfrage
    ‚Finden Berichterstattungen über Prominente mehr Platz auf den ersten Seiten deutscher Tageszeitungen als politische Berichterstattung?‘
  • Du kannst analysieren, wie viel über ein bestimmtes Thema berichtet wird.
    Beispiel Forschungsfrage
    ‚Wie viel berichten Berliner Radiosender in den morgendlichen Nachrichten über Entscheidungen des Senats?‘
  • Wie in einem Medium zu einer gegebenen Zeit über ein bestimmtes Thema berichtet wird, lässt sich anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse ebenfalls gut untersuchen.
    Beispiel Forschungsfrage
    ‚Wie wurde zwischen 2007 und 2010 in amerikanischen Tageszeitungen über die Finanzkrise berichtet?‘

Qualitative Inhaltsanalyse vs. quantitative Inhaltsanalyse

Gegenteilig zur qualitativen Inhaltsanalyse verfährt die quantitative Inhaltsanalyse.

Die quantitative Inhaltsanalyse zielt darauf ab, eine begrenzte Anzahl an Merkmalen auf möglichst viele Fälle, z. B. Texte, anzuwenden. Es werden nur Merkmale berücksichtigt, die für die Beantwortung der konkreten Forschungsfrage relevant sind.

Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring

Philipp Mayring hat ein allgemeines Ablaufmodell der qualitativen Inhaltsanalyse entwickelt. Dieses wird von vielen Unis als Basis für die Methode verwendet.

Möchtest du also eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring durchführen, kannst du dich an diese 5 vereinfachten Schritte halten:

  1. Material auswählen
  2. Richtung der Analyse festlegen
  3. Form der Inhaltsanalyse auswählen
  4. Ergebnisse interpretieren
  5. Gütekriterien sicherstellen

1. Material auswählen

Als Erstes solltest du entscheiden, welches Material am besten zu deiner Forschungsfrage passt. Das müssen nicht nur Texte sein, auch visuelle Medien oder Audiomaterial sind möglich.

Einige Beispiele sind:

  • Zeitungsartikel
  • Radiobeiträge
  • Lieder
  • Fernsehbeiträge
  • Forschungsberichte
Beispiel: Material auswählen
Du willst untersuchen, ob Berichterstattung über Prominente mehr Platz auf den ersten Seiten deutscher Tageszeitungen findet als politische Berichterstattung. Dafür wählst du drei bekannte deutsche Tageszeitungen als Untersuchungsmaterial aus – die FAZ, die Süddeutsche und die BILD.

2. Richtung der Analyse festlegen

Hier entscheidest du, wer oder was das Ziel deiner Analyse sein wird.

Deine Analyse kann die folgenden Richtungen untersuchen:

  • den Text selbst
  • den Textproduzenten
  • den Objektbereich
  • die Zielgruppe
  • den soziokulturellen Hintergrund des Texts
Beispiel: Richtung der Analyse
Du untersuchst die ersten Seiten der drei Tageszeitungen über einen bestimmten Zeitraum mit Fokus auf den Objektbereich, denn du möchtest herausfinden, worüber berichtet wurde.

3. Form der Inhaltsanalyse auswählen

Es gibt 3 Grundformen der qualitativen Inhaltsanalyse. Du solltest entscheiden, welche am besten zu deinem Forschungsinteresse passt:

Zusammenfassende Inhaltsanalyse: Hier wird das untersuchte Material auf einen überschaubaren Kurztext reduziert. Nur die wesentlichen Inhalte bleiben erhalten. Auf dieser Grundlage kann ein überschaubares Korpus des gesamten Materials geschaffen werden.

Die zusammenfassende Inhaltsanalyse ist besonders dann sinnvoll, wenn man an der inhaltlichen Ebene des Materials interessiert ist.

Explizierende Inhaltsanalyse: Diese Variante ist das Gegenteil der zusammenfassenden Inhaltsanalyse. Wenn es unklare Textbestandteile gibt, wird extra Material hinzugezogen, um Wissenslücken zu erklären. Du sammelst systematisch und kontrolliert Explikationsmaterial.

Strukturierende Inhaltsanalyse: Das Ziel der strukturierenden Inhaltsanalyse ist es, das Material unter vorher festgelegten Kriterien einzuschätzen. Hier muss ein Kodierleitfaden erstellt werden.

Beispiel: Form der Inhaltsanalyse
Du entscheidest dich für eine strukturierende Inhaltsanalyse, für die du einen Kodierleitfaden entwickelst. Die Grundlage für die Kriterien, die du im Kodierleitfaden festlegst, leitest du aus passender Literatur ab.

4. Ergebnisse interpretieren

Die Interpretation deiner Ergebnisse ist abhängig von der Form der Inhaltsanalyse, die du gewählt hast. In jedem Fall solltest du aber laut Mayring ein Kategoriensystem erstellen, in das du das Material einordnest.

Die Kategorien solltest du vor der Analyse erstellen und genau definieren, welche Bestandteile des Materials in welche Kategorien fallen.

Beispiele für die Kategorienbildung findest du in unserem Artikel zu der Auswertung einer Umfrage.

Beispiel: Ergebnisse interpretieren
In deinem Kodierleitfaden hast du festgelegt, was Artikel enthalten müssen, um in die Kategorie ‚Prominente’ oder in die Kategorie ‚Politik’ zu fallen. Die in der qualitativen Inhaltsanalyse untersuchten Artikel ordnest du nun dementsprechend ein.

5. Gütekriterien sicherstellen

Im fünften Schritt muss sichergestellt werden, dass deine qualitative Inhaltsanalyse die Gütekriterien der qualitativen Forschung erfüllt:

  • Transparenz: Die Transparenz beschäftigt sich damit, das eigene Vorgehen für die Leserschaft transparent zu machen. Wird wirklich gemessen, was gemessen werden soll?
  • Reichweite: Die Reichweite bezieht sich auf die Reproduzierbarkeit der qualitativen Inhaltsanalyse. Ist deine qualitative Inhaltsanalyse bei erneuter Durchführung reproduzierbar?
  • Intersubjektivität: Die Intersubjektivität schließt zu große Subjektivität in deiner qualitativen Inhaltsanalyse aus. Können zu große subjektive Einflüsse ausgeschlossen werden?
Beispiel: Gütekriterien sicherstellen
Die Transparenz wird gewährleistet, indem für die Leserschaft klar kommuniziert wird, welche 3 Tageszeitungen behandelt werden und warum.

Die Reichweite stellst du sicher, indem du dieselben Kodierleitfaden und dieselben Kategorien für alle ausgewählten Zeitungen anwendest.

Deine Forschung ist intersubjektiv, wenn eine andere Person dieselbe Inhaltsanalyse mit den gleichen bzw. ähnlichen Ergebnissen durchführen könnte.

Um die Reliabilität deiner Forschung zu gewährleisten, hast du denselben Kodierleitfaden und dasselbe Kategoriensystem auf alle Artikel angewandt.

Ist deine Abschlussarbeit fehlerfrei?

Durchschnittlich enthält eine Abschlussarbeit 150 Fehler pro 1.000 Wörter.

Neugierig? Bewege den Regler von links nach rechts!

Zu deiner Korrektur

Vorteile

  • Die Inhaltsanalyse ist eine transparente Methode. Du kannst regelgeleitet und nach 5 klaren Schritten vorgehen.
  • Du bist nicht auf die Kooperation von Teilnehmenden angewiesen.
  • Die Methode ist sehr flexibel und kann auf eine Vielzahl von verschiedenen Inhalten angewendet werden.

Nachteile

  • Die Qualität der Inhaltsanalyse hängt von den Inhalten ab, die du untersuchst: Sind diese relevant, authentisch, glaubwürdig und repräsentativ?
  • Es ist schwierig, Warum-Fragen mit einer Inhaltsanalyse zu beantworten. Es wird viel spekuliert.
  • Es ist fast unmöglich, einen komplett objektiven Kodierleitfaden zu entwickeln.

Checkliste: Qualitative Inhaltsanalyse

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Super!

Du bist nun bereit eine Qualitative Inhaltsanalyse durchzuführen! Nutze im weiteren Verlauf deiner Abschlussarbeit einfach unsere anderen Checklisten.

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Die Informationen zur qualitativen Inhaltsanalyse als Präsentation nutzen

Wir haben alle relevanten Informationen zur qualitativen Inhaltsanalyse noch einmal in einer Präsentation zusammengefasst.

In dieser wird erklärt, was eine qualitative Inhaltsanalyse ist und wofür sie verwendet wird. Außerdem werden die 5 Schritte nach Mayring Schritt für Schritt mit Beispielen vorgestellt.

Die Präsentation kann jederzeit für die Aufbereitung des Themas in der Universität oder in anderen Lehrveranstaltungen genutzt werden.

Mit Google Slides öffnenPowerPoint herunterladen


Häufig gestellte Fragen

Was ist eine qualitative Inhaltsanalyse?

Die qualitative Inhaltsanalyse ist die systematische Bearbeitung von Material, um die Forschungsfrage deiner wissenschaftlichen Arbeit zu beantworten. Nicht nur Texte, sondern auch Musik oder Bilder können analysiert werden.

Warum sollte ich eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring durchführen?

Die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring ist transparent, du bist nicht auf die Kooperation von Teilnehmenden angewiesen und die Methode kann auf viele verschiedene Inhalte angewendet werden.

Wie führe ich eine qualitative Inhaltsanalyse durch?

Anhand der Ausführung von Philipp Mayring haben sich 5 Schritte für die qualitative Inhaltsanalyse etabliert:

  1. Material auswählen
  2. Richtung der Analyse festlegen
  3. Form der Inhaltsanalyse auswählen
  4. Ergebnisse interpretieren
  5. Gütekriterien sicherstellen

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Franziska Pfeiffer

Franzi hat ihren Bachelor in Publizistik und Kommunikation in Berlin abgeschlossen und steht nun kurz vor den Masterabschluss. Sie kennt sich besonders gut mit den verschiedenen Forschungsmethoden aus und schreibt leidenschaftlich gerne Artikel, die anderen Studierenden zum Abschluss verhelfen.

49 Kommentare

Helena
5. Juli 2020 um 21:37

Hallo Franzi,
ich habe eine grundlegende Frage zu der deduktiven Kategoriebildung.
Die Hauptkategorien habe ich bereit theoriegeleitet gebildet, jetzt meine Frage. Wie komme ich zu den Unterkategorien?
Ich habe ein Interview mit 7 verschiedenen Personen durchgeführt, dabei sind meiner Meinung nach einige Unterkategorien entstanden. Diese sind dann aber ja nicht theoriegeleitet, Sonden ergeben sich aus dem erhobenen Material. Ist das zulässig oder müsste ich in diesem Fall aufkommenden Kategorien induktiv herleiten?
Vielen Danke und liebe Grüße
Helena

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
6. Juli 2020 um 11:39

Hallo Helena,

vielen Dank für deine Anfrage.

Ich würde sagen, dass die Entwicklung der Unterkategorien als eine Art induktives Vorgehen angesehen werden kann. Die Unterkategorien hast du ja aus deiner eigenen Forschung abgeleitet (durch die durchgeführten Interviews).

Anhand deiner eigenen Forschung Forschung bist du somit zu eigenen Vorschlägen für Unterkategorien gekommen. Vielleicht ist es möglich, anhand dieser Unterkategorien noch mögliche neue Hypothesen zu deiner Forschungsfrage aufzustellen. Dann wäre dein induktives Vorgehen vollständig.

Antworten

Alex
29. Juni 2020 um 15:23

Eine weitere Frage ist bei mir heute aufgekommen. Was ist mit Textstellen, die am Thema vorbeigehen, weil der Experte ausschweift und diese eigentlich null brauchbar für meine vorher festgelegten Kategorien oder die Forschungsfrage ist?

Kann man eine Art "Müll" oder "Reste" Kategorie entwickeln und diese Stellen dann dort zuordnen?

Kann ich diesen Bereich dann in der Auswertung ignorieren?

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
29. Juni 2020 um 16:15

Hallo Alex,

danke für deine Anfrage.

Du solltest in der Auswertung deiner qualitativen Inhaltsanalyse nur die Textstellen einbeziehen, die für deine Forschungsfrage relevant sind. Dennoch kann es immer vorkommen, dass der Experte etwas erwähnt, was für deine konkrete Forschungsfrage irrelevant ist.

Es ist dann möglich, eine Unterkategorie wie von dir beschrieben zu bilden. Diese könntest du z. B. 'Abschweifungen' oder 'Irrelevant zur Beantwortung der Forschungsfrage' nennen, wenn du auf diesen Umstand verweisen möchtest.

Antworten

Niklas
24. Juni 2020 um 13:02

Hallo,

ich habe für meine Bachelorarbeit fünf Leitfadeninterviews durchgeführt. Ich habe herausgefunden, dass die Inhaltsanalyse passend dazu ist.

Ich habe dann angefangen die Kategorien deduktiv und dann aus dem Material induktiv zu erstellen, welches die strukturierende Inhaltsanalyse ist. Ich bin an den Inhalten interessiert. Jetzt stellt sich die Frage, ob dies passend ist bzw. wie ich dies Begründen kann. Gff. ist die Ausrichtung ja auch falsch.

Viele Grüße und schonmal danke für die Unterstützung,

Niklas

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
24. Juni 2020 um 17:55

Hallo Niklas,

vielen Dank für deine Anfrage.

Du kannst deduktives und induktives Vorgehen in deiner Arbeit vermischen, wenn dir dies passend erscheint.

Deine Kategorien deduktiv zu erstellen macht Sinn, um sie auf bereits vorhandener Literatur zu deiner Forschungsfrage zu erstellen.
Aus dem Material der qualitativen Inhaltsanalyse (der Leitfadeninterviews) kannst du dann induktiv neue Theorien aufstellen. Das ist problemlos möglich.

Weitere Details findest du in unserem Artikel über induktives und deduktives Vorgehen.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Antworten

Katha
24. Juni 2020 um 01:17

Hey Franzi,
Ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit und mein Thema ist Figurenadaption. Ich gucke mir an wie die Hauptcharaktere von Buc/ zu Film und Serie adaptiert wurden.
Fällt das unter das Thema „ qualitative Inhaltsanalyse“ oder sollte ich bei einem anderen Unterpunkt schauen?

Vielen Dank für deine Hilfe :)

Liebe Grüße,
Katha :)

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
24. Juni 2020 um 17:54

Hallo Katha,

vielen Dank für deine Anfrage.

Eine qualitative Inhaltsanalyse ist hier eine denkbare Methode. Ich würde dir raten, dennoch mit deiner Lehrperson Rücksprache zu halten, welche Methode er/sie als angemessen empfindet.

Antworten

Tanja
22. Juni 2020 um 21:56

Vielen Dank für diese wirklich sehr hilfreichen Fragen und Antworten hier.
In meiner MA werte ich per strukturierender Inhaltsanalyse Experteninterviews aus.
Nun habe ich eine Frage zum Codieren, bzw. zu Wiederholungen.
Bisher habe ich Mayring so verstanden, dass ich eine Kategorie (z.B. Wertschätzung)
nur jeweils dann innerhalb eines Interviews mehrfach codiere, wenn es jeweils unterschiedliche Aspekte von Wertschätzung beinhaltet.
Wenn sich also ein Proband wiederholt und mehrfach immer wieder auf den selben Aspekt von Wertschätzung zu sprechen kommt codiere ich nur einmal oder?!
Das beschäftigt mich für die Auswertung schon sehr, weil ja eigentlich gezählte Wiederholungen unter Umständen zu einer Gewichtung/bzw. Verzerrung führen, die inhaltlich gar nicht unbedingt gerechtfertigt ist, nur weil ein Proband evtl. rhetorisch nicht ganz so fit ist. Andererseits scheint ja dann ein Punkt für ihn besonders relevant zu sein..
Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir da weiterhelfen könntet.
Liebe Grüße, Tanja

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
24. Juni 2020 um 17:53

Hallo Tanja,

vielen Dank für dein Feedback und deine Frage.

Es ist ausreichend, in deinem Fall einmal eine Codierung (z. B. für die Wertschätzung) durchzuführen, wenn es sich immer um die gleiche Form der Wertschätzung handelt.

Dennoch kannst du auf den Umstand hinweisen, dass ein Proband sich wiederholt, sollte dies auffällig oft der Fall sein.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Antworten

Sarah
17. Juni 2020 um 14:27

Liebes Scribbr-Team,

Danke für den hilfreichen und übersichtlichen Artikel!
Ich bin bezüglich des Kodierleitfadens etwas verwirrt. Ich habe in meiner Arbeit mehrere Interviews mit der zusammenfassenden Inhaltsanalyse gegenübergestellt und häufig genannte Schlagworte aus den Antworten als Kategorien festgelegt. Wie ich die Kategorien festgelegt habe, würde ich in der Arbeit natürlich ausführen. Ist ein Kodierleitfaden dennoch notwendig, oder ist es ausreichend, die Kategorien vorzustellen?

Vielen Dank!

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
17. Juni 2020 um 14:44

Hallo Sarah,

vielen Dank für deine Anfrage.

Es ist hier denke ich auch ausreichend die Kategorien zu nennen und zu erläutern, nach welchen Kriterien du diese festgelegt hast.

Ein Kodierleitfaden wird in erster Linie für strukturierende Inhaltsanalysen verwendet. Besprich am besten einmal mit deiner Betreuungsperson, ob sie auch für die zusammenfassende Inhaltsanalyse einen Kodierleitfaden wünscht.

Ich hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte. 🙂

Antworten

Julia
13. Juni 2020 um 18:35

Hallo Franziska
Danke für Deinen tollen Beitrag!
Die Forschung betrifft ein neues Gebiet. Ich habe klare Forschungsfragen und auch klares Ziel am Schluss da ich Erfolgsfaktoren herleiten soll.
Ich habe 7 kurze Experteninterviews geführt,wobei der Text nicht transkriebirt wurde, es bestehen keine Audioaufnahmen. Die Antworten auf die Fragen (50% geschlossen, 50% offen) wurden mit Stichwörtern notiert. Ist die qualitative Inhaltsanalyse das richtige für mich? Danke Dir herzlichst!

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
16. Juni 2020 um 13:22

Hallo Julia,

vielen Dank für deine Frage und das positive Feedback.

Ja, in deinem Fall ist eine qualitative Inhaltsanalyse als Methode möglich. Hier käme ggf. eine vergleichende Inhaltsanalyse in Frage.

Antworten

Andrea
7. Juni 2020 um 14:15

Hallo Franzi,

ich hätte da so eine Frage.... Ich habe Fragebögen mit offenen Fragen. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich die Kategorisierung richtig gemacht habe. Ich habe Obergriffe als Kategorien genommen und sie dann die einzelnen Antworten zu Subkategorien (z.B. Kategorie "Eltern" - Subkategorie "Elternarbeit") eingeordnet. Ist das so richtig? Oder muss ich für jede einzelne Frage eine Kategorie machen?

LG
Andrea

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
8. Juni 2020 um 11:53

Hallo Andrea,
vielen Dank für deine Anfrage.

Du kannst problemlos so vorgehen, wie von dir beschrieben. Es ist nur sinnvoll, eine einzelne Kategorie für eine Frage zu erstellen, wenn sie einen neuen Aspekt in den Blick nimmt. Es ist z. B. auch möglich, dass mehrere Fragen eine Kategorie (und ggf. auch Subkategorie) zugeordnet werden können. Zwanghaft eine neue Kategorie zu erstellen, wäre hier nicht sinnvoll.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Antworten

Lea
1. Juni 2020 um 12:55

Liebe Franziska,

vielen Dank für den wertvollen Input.
Ich schreibe gerade eine Bachelorarbeit und habe einige Experteninterviews durchgeführt, die ich mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring auswerten möchte.
Zusätzlich habe ich Unternehmen als Praxisbeispiele untersucht und stelle mir jetzt die Frage, mit welcher Methode ich die Interviews + Unternehmensbeispiele (Inhalte der Unternehmensbeispiele habe ich aus Geschäftsberichten, Fachbüchern und Online-Literatur genommen) zu der Beantwortung meiner Forschungsfrage verwende.

Ich wäre dir äußerst dankbar für deine Rückmeldung

LG

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
4. Juni 2020 um 11:24

Hallo Lea,
vielen Dank für dein positives Feedback und dein Frage.

Es ist denkbar, die Experteninterviews wie von dir beschrieben mit der qualitativen Inhaltsanalyse auszuwerten. Die Unternehmen könntest du mit der Methode der Fallbeispiele auswerten. Ggf. wäre es für dich aber auch möglich, sowohl die Experteninterviews als auch die Beispiel- Unternehmen als Fallstudien zu betrachten. Diese konkreten Einzelfälle könntest du dann miteinander vergleichen.

Am besten fragst du deine Betreuungsperson, welche Methode er oder sie bevorzugen würde.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Antworten

Sandrina
28. Mai 2020 um 12:45

Hallo Franziska,

Vielen Dank für den guten Artikel. Er hat mir wirklich weitergeholfen. Im Rahmen meiner Bachelorarbeit plane ich acht Leitfadeninterviews durchzuführen. Ich möchte sie anschliessend anhand der zusammenfassenden Inhaltsanalyse auswerten.
Brauche ich bei dieser Form der Inhaltsanalyse auch schon vorab ein Kategoriensystem? Oder entwickle ich das erst?
Denkst du die zusammenfassende Inhaltsanalyse ist zur Auswertung von mehreren Leitfadeninterviews überhaupt geeignet?

Vielen Dank für deine Antwort.

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
28. Mai 2020 um 17:33

Hallo Sandrina,

vielen Dank für deine Anfrage und dein Feedback!
Die Kategorien entwickelst du anhabe deiner durchgeführten Leitfadeninterviews.
So wie du es beschreibst, scheint sich eine zusammenfassende Inhaltsanalyse für deine Leitfadeninterviews anzubieten. Frage am besten dennoch deine Betreuungsperson, um ggf. vorhandene Vorstellungen bzgl. der Auswertung zu berücksichtigen.

Antworten

Anna
27. Mai 2020 um 19:04

Hallo Franzi,

dein Beitrag ist wirklich hilfreich und gut verständlich.
Ich schreibe ein Forschungsprojekt im Lehramtsstudium und bin unsicher, welche Art der qualitativen Inhaltsanalyse ich verwenden soll. Gegenstand des Projekts ist eine qualitative Dokumentenanalyse von Schulprogrammen hinsichtlich der Unterstützung von Familien.
Außerdem habe ich eine Frage zu der Auswertung/Ergebnissicherung. Erfolgt diese deskriptiv oder muss ich für die erstellten Kategorien und deren Auswertung ein Programm (bspw. MAXQDA) verwenden?
LG Anna

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
29. Mai 2020 um 10:57

Hallo Anna,

danke für dein positives Feedback. Gerne versuche ich, dir bei deiner Frage weiterzuhelfen.
Welche der drei Formen der qualitativen Inhaltsanalyse du verwenden möchtest, hängt stark davon ab, wo den den Schwerpunkt der Auswertung setzen möchtest. Ich könnte mir vorstellen, dass hier eine zusammenfassende Inhaltsanalyse gut geeignet ist, mit der du den Schwerpunkt auf die jeweils zentralen Inhalte der Dokumente setzen kannst.
Wie du Auswertung konkret erfolgen soll, besprichst du am besten mit deiner Betreuungsperson. Sowohl eine deskriptive Auswertung als auch eine Auswertung mit Hilfe von MAXQDA ist möglich.

Antworten

Elina
26. Mai 2020 um 13:02

Hallo,
vielen Dank für den hilfreichen Beitrag!
Ich möchte in meiner Bachelorarbeit Kommentare von Instagram analysieren, um herauszufinden inwieweit Werbeposts auf Zuspruch oder Ablehnung stoßen.
Meine Frage ist jetzt, wie ich die Posts (Bilder) analysiere bzw. in Bezug zu meiner Inhaltsanalyse der Kommentare setze?
Danke im Voraus!

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
26. Mai 2020 um 17:15

Hallo Elina,
vielen Dank für dein positives Feedback und deine Anfrage. :-)

Du könntest die Bilder bzw. Posts ebenso wie die Kommentare mit der qualitativen Inhaltsanalyse in Kategorien unterteilen. Bspw. wäre es denkbar, dass einige Posts in die Kategorie ‚Influencer-Werbung‘ fallen und andere Posts in den Bereich der ‚direkten Werbung der Marke selbst‘. Das könnte ggf. auch etwas damit zu tun haben, ob die hinterlassenen Kommentare eher positiv oder negativ sind.

Am besten sprichst du in diesem konkreten Fall mit deiner Betreuungsperson ab, welche Methode der Analyse sie für die Postings selbst empfiehlt. Wie ausführlich eine Analyse der Postings selbst erfolgen soll, hängt nämlich auch stark mit dem Umfang deiner Abschlussarbeit zusammen.

Antworten

Janna
25. Mai 2020 um 14:24

Hallo,
ich führe eine strukturierende qualitative Inhaltsanalyse meiner Experteninterviews durch und habe bereits einen Kodierleitfaden erstellt. Nun stehe ich vor der Herausforderung, dass auf einie Fragen nur sehr knapp geantwortet wurde, was jedoch auch an meiner "falschen" Frageformulierung liegt.
Bsp.: Nutzen Sie die Funktion xy auf ihrem Smartphone ,- Antwort: Nein eher nicht. Mein Kategorie lautet nun "Nicht genutzte Funktion". Wenn ich jedoch nur die Antwort codiere, weiß ich ja nicht, um welche Funktion es sich hier handelt. Wie geht man diesbezüglich vor?
Vielen Dank.

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
26. Mai 2020 um 17:13

Hallo Janna,
vielen Dank für deine Frage. Damit du auch die Funktionen richtig zuordnen kannst, würde ich dir vorschlagen die Funktion ebenfalls zu kodieren. Du kannst das z. B. machen, indem du deine Kategorien mehr unterteilst: "Funktion 1 nicht genutzt", "Funktion 1 genutzt", "Funktion 2 nicht genutzt", usw.

Antworten

Melina
23. Mai 2020 um 00:23

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich der Auswahl der Form der Inhaltsanalyse. Ich habe 4 explorative halbstandardisierte Experteninterviews durchgeführt und weiß nicht genau welche der drei Formen für mich geeignet wäre.. Wäre dir sehr dankbar, wenn du mir eine Tendenz geben könntest..

Vielen Dank im Voraus! :)

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
25. Mai 2020 um 13:22

Hallo Melina,
vielen Dank für deine Anfrage.
Ich würde dir entweder zu einer zusammenfassenden Inhaltsanalyse oder einer strukturierenden Inhaltsanalyse raten. Die strukturierende Inhaltsanalyse hat den Vorteil, dass du die einzelnen Interviews durch die Erstellung eines Kodierleitfadens und den Kriterien, die du anhand der Literatur erstellst, gut miteinander vergleichen kannst.

Antworten

Nikki
19. Mai 2020 um 00:55

Hallo,

Wenn Ich für meine Analyse ein Kategoriensystem erstelle, mach ich dann für jedes einzelne interview ein neues System? Es sind 4 Experteninterviews. Oder alle nacheinander pro Kategorie in ein gesamtes system?
LG und danke für den tollen Artikel!

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
19. Mai 2020 um 16:59

Hallo Nikki,
vielen Dank für deine Anfrage.
Am besten wäre es, wenn sich alle 4 Experteninterviews in ein Kategoriensystem zusammenfassen lassen. So stellst du sicher, dass ein adäquater Vergleich zwischen allen Interviews möglich wird.

Antworten

Bogdan
12. Mai 2020 um 02:07

Hallo,
ich hätte folgende Frage: ich arbeite an meiner Masterarbeit im Bereich Politik und nachhaltige Mobilität. Das Thema ist schwer durch Artikel zu erforschen, deswegen wundere ich mich, ob solche Quellen wie Studien von EU-Kommission, verschiedenen NGOs, Think-Tanks durch qualitative Inhaltsanalyse könnten bewertet werden?
Würden die Quellen von zwei letzteren Akteuren (z.B. Studien von Agora Verkehrswende) als Forschungsberichte gelten?

Danke für die Antwort! :)

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
19. Mai 2020 um 17:03

Hallo,
vielen Dank für deine Anfrage.
Ich würde in diesem konkreten Fall dazu raten, mit der Betreuungsperson der Arbeit Rücksprache zu halten, mit welcher Methode die angegebenen Forschungsberichte am besten ausgewertet werden sollten.

Antworten

Natalie
6. Mai 2020 um 21:40

Hallo Franziska,
vielen Dank für deinen super hilfreichen Artikel.
Ich möchte für meine Arbeit Kommentare auf einer Internetplatform analysieren, um so das Image eines Landes herauszufinden.
Passt hierzu eine strukturierte Inhaltsanalyse?
Und wie definiere ich dann genau die Kategorien?

Vielen Dank schonmal im voraus :)

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
19. Mai 2020 um 17:05

Hallo Natalie,

danke für deine Anfrage und dein positives Feedback. :-)
Eine strukturierte Inhaltsanalyse ist hier denkbar.
Die Kategorien definierst du anhand der Inhalte, die du in den Kommentaren vorfindest. Du musst herausfiltern, welche Kategorien sich aus den Kommentaren erschließen lassen.

Beispiel: Wenn jemand das Land für seine Infrastruktur kritisiert, dann könnte der Kommentar in die Kategorie ‚Kritik’ fallen.

Antworten

Christina
4. Mai 2020 um 18:07

Hallo,

vielen Dank für den Artikel.

Ich habe für die qualitative Analyse Journals, Berichte und ein ergänzendes Interview genommen und will diese mittels einer zusammenfassender Inhaltsanalyse auswerten. Kann ich die Tabelle der zusammenfassenden Inhaltanalyse (Paraphrasieren, Generalisieren, Reduzieren) übernehmen und deduktiv vorgehen oder ist das nicht möglich?
Meine 3 Kategorien habe ich aus der Theorie gebildet und möchte die quasi in die Tabelle einsetzten und das Material nach diesen Kategorien zuordnen.

Vielen Dank im Voraus!

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
19. Mai 2020 um 17:07

Hallo Christina,
vielen Dank für deine Feedback und deine Anfrage :-)
Du kannst so vorgehen, wie von dir beschrieben. Ein Vorgehen wie in der Tabelle zur zusammenfassenden Inhaltsanalyse, mit den Schritten der Paraphrasierung, Generalisierung und Reduzierung, bietet sich hier an.

Antworten

Thomas
2. April 2020 um 14:32

Hallo Franziska,

vielen Dank für den Artikel.
Ich habe sechs leitfadengestützte Interviews geführt und will diese nun mittels zusammenfassender Inhaltsanalyse auswerten. Mir stellt sich dazu eine Frage bzgl. der Kategorienbildung. Meine Kategorien sind ja so gesehen durch die einzelnen Fragestellungen schon vorgegeben, als sich die Antworten der Interviewten danach richten.

Beispiel: "Sehen Sie Verbesserungspotenziale der Einkaufsorganisation?"
Ich würde aus den Antworten dann logischerweise die Kategorie "Verbesserungspotenziale" ableiten.

Doch ist das dann überhaupt sinnvoll/notwendig zu machen wenn es aus der Fragestellung schon hervorgeht? Bei der Auswertung würde ich dann den wesentlichen Inhalt der Antworten aller pro Frage zusammenfassen, in einen Vergleich setzen und einen Bezug zur theoretischen Grundlage herstellen, oder ist das ungeeignet?

Ich freue mich auf eine Rückmeldung und vielen Dank im Voraus!

Antworten

Annika Heinemeyer
Annika Heinemeyer (Scribbr-Team)
2. April 2020 um 16:42

Hallo Thomas,
vielen Dank für deine Frage. So, wie du dein Vorgeben beschreibst, klingt es für mich durchaus richtig und geeignet. Auch wenn die Kategorien aus der Fragestellung hervorgehen, ist es gut, diese nochmal so wie du beschrieben hast abzuleiten. Ich hoffe, dass ich dir helfen konnte. Viel Erfolg bei deiner Arbeit! :)

Antworten

Mathilde
10. März 2020 um 21:59

Hallo ich verstehe nicht ganz was die Kategorien sind, muss man die selber definieren? Ich würde gerne einen Interview mit dieser Inhaltsanalyse bewerten, nur find ich es sehr kompliziert und möchte es einfach protokollieren. Ist das Protokoll noch was anderes? Ich bin wirklich verloren ... Vielen Dank im voraus

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
11. März 2020 um 23:24

Hallo Mathilde,

danke für deine Anfrage. Ich denke, die qualitative Inhaltsanalyse ist für die Auswertung deines Interviews nicht optimal geeignet.

Ein Interview wertest du besser aus, indem du es transkribierst und im Anschluss kodierst (dabei legst du auch Kategorien fest).

Schau dir für genauere Infos für die Auswertung deines Interviews gerne diesen Artikel zur Auswertung von Experteninterviews an. Dort findest du auch mehrere Beispiele für die Kodierung und Kategorienbildung deines Interviews.

Antworten

Julia
31. Dezember 2019 um 13:33

Hallo Franziska,
ein toller Artikel! Habe ich es richtig verstanden, dass eine strukturierte qualitative Inhaltsanalyse auf einem Theoretischen Teil in der Arbeit basiert? Sprich dass die Analyse auf die Theorie "angewandt" wird?
Vielen Dank!

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
2. Januar 2020 um 15:48

Hallo Julia,
vielen Dank für deine Frage. Die qualitative Inhaltsanalyse ist natürlich eng mit der Theorie verknüpft. Die Analyse wird bei der strukturierten Inhaltsanalyse jedoch nicht auf die Theorie angewandt. Stattdessen nutzt du Literatur zur qualitativen Inhaltsanalyse, um einen passenden Kodierleitfaden zu erstellen. Dort findest du genau erklärt, wie du dabei vorgehen musst.

Antworten

Dina
16. Januar 2020 um 23:47

Lieben Dank für den tollen Artikel!
Meine Frage bezieht sich auf das, was nach der Kategorienbildung erfolgt. Wie kann ich daraus Ergebnisse ableiten? Die Inhaltsanalyse habe ich ja zusammenfassend gemacht und den Text in Kategorien eingeteilt aber wie leite ich daraus Ergebnisse ab? Wie verweise ich in meinem Ergebnisteil darauf?

Antworten

Laura Draws
Laura Draws (Scribbr-Team)
17. Januar 2020 um 13:59

Hallo Dina,
danke für deine Frage!
Um deine Ergebnisse zu interpretieren, musst du zunächst einen Kodierleitfaden erstellen. In diesem bestimmst du Kriterien dafür, was ein Artikel enthalten muss, um in eine bestimmte Kategorie zu gehören. Anschließend ordnest du die Artikel nach deinem Kodierleitfaden in die Kategorien ein.
Wenn du deine Artikel eingeordnet hast kannst du, z. B. anhand der Anzahl Artikel pro Kategorie, eine Antwort auf deine Problemstellung finden.
Viel Erfolg!

Antworten

Jae
18. November 2019 um 13:05

Hallo, kann die qualitative Inhaltsanalyse auch für Videos (Werbung) verwendet werden?
Vielen Dank :)

Antworten

Mandy Theel
Mandy Theel (Scribbr-Team)
18. November 2019 um 15:59

Hallo Jae,
vielen Dank für deine Frage! Natürlich kannst du die qualitative Inhaltsanalyse auch für Medien wie Videos bzw. Werbung verwenden.

Antworten

Martina
20. Oktober 2018 um 20:04

Hallo Franzi, danke für den super Beitrag, der mir sehr weiterhilft. Ich hätte aber noch eine Frage: Gibt es einen Richtwert bezüglich Anzahl Wörter welche die zu untersuchenden Text ungefähr haben müssen? Wenn ich beispielsweise die Inhalte von Editorials einer Mitarbeiterzeitschrift untersuche, welche aber nur 170 Wörter umfassen. Ist das zu kurz? Danke dir herzlich!

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Franziska Pfeiffer
Franziska Pfeiffer (Scribbr-Team)
20. Oktober 2018 um 20:37

Hallo Martina,

vielen Dank für deine Nachricht. Es freut mich, dass dir der Artikel geholfen hat :)
Für qualitative Inhaltsanalysen gibt es in der Regel keine Vorgaben was die Länge der Texte angeht.
Solange du die Relevanz deines Untersuchungsgegenstands begründen kannst, bist du auf der sicheren Seite!

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